Trendkräuter Bärlauch und Rucola
Sie sind aus der Frühlingsküche nicht mehr wegzudenken: Bärlauch und Rucola. Ob frisch vom Markt, selbstgezogen oder tiefgekühlt – unsere Rezeptempfehlungen und praktischen Kochtipps drehen sich diesmal um die beiden herzhaft-grünen Kräuterlieblinge Bärlauch und Rucola.
Bärlauch ist ab März in Parks, Wäldern und Gärten zu finden. Hier liebt die 30 bis 50 cm hohe Pflanze, die in ganz Europa wild wächst, ein nicht zu sonniges und feuchtes Plätzchen, gern unter hohen Bäumen. Die dunkelgrünen und spitzen Blätter des Bärlauchs sollten vor der Blüte im Mai oder Juni geerntet werden, dann schmecken sie am aromatischsten – später werden sie etwas bitter. Bärlauch ist mit Schnitt- und Knoblauch verwandt und gehört wie diese zu den Lauchgewächsen. Da Bärlauch vom Aussehen leicht mit giftigen Maiglöckchen verwechselt werden kann, empfiehlt es sich, beim Suchen die Nase entscheiden zu lassen: Während Maiglöckchen neutral duften, erinnert Bärlauch im Geruch stark nach Knoblauch. Wer unsicher ist, kauft das grüne Kraut am besten auf dem Markt.
Schon seit Jahrhunderten wird Bärlauch auch in der Volksmedizin eingesetzt, wo ihm gesundheitsfördernde Wirkung bei Blähungen, Durchfall und Appetitlosigkeit nachgesagt wird. Er gilt außerdem als Aphrodisiakum.
Rucola, auch Rauke genannt, besitzt grüne, fein gezackte Blätter, die einen nussigen Geschmack haben. Rucola gehört zu den Salaten und wird im Frühjahr und Sommer aus heimischer Produktion auf Märkten und in Supermärkten angeboten, im Winter als Importware aus Südeuropa. Sie können Rauke auch selbst im Garten oder auf dem Balkon ziehen, wo die Pflanze ein helles und warmes Plätzchen bevorzugt. Im Freiland gedeiht Rucola von April bis September – die Blätter sollten aber in jedem Fall vor der Blüte geerntet werden, da sie sonst bitter schmecken.
1 Bund Bärlauch wiegt rund 100 g, was geputzt etwa 4 EL ergibt; ein Bund Rucola wiegt rund 50 g, was geputzt etwa 2 EL entspricht.
Wenn Sie Bärlauch wild pflücken, ist der Morgen die beste Zeit: Jetzt sind die Pflanzen frisch und saftig. Suchen Sie nach Möglichkeit nicht an stark befahrenen Straßen oder am Feldrand – hier ist mit Schadstoffbelastung zu rechnen. Schneiden Sie die Blätter vorsichtig ab und transportieren Sie sie am besten in einem Körbchen.
Dasselbe gilt für Rucola, den Sie selbst im Garten oder auf dem Balkon ziehen. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass Bärlauch wie Rucola sattgrüne und duftende Blätter besitzen – trockene Schnittstellen, gelbe und welke Blätter deuten auf alte Ware hin.
Wollen Sie Bärlauch und Rucola nicht sofort verwenden, stellen Sie die Stängel in ein Glas Wasser, das Sie am besten im Kühlschrank aufbewahren. Rucola können Sie auch in ein feuchtes Tuch einschlagen – so bleibt er im Kühlschrank einige Tage frisch.
Bärlauch und Rucola lassen sich übrigens hervorragend einfrieren. Dazu einfach die gewaschenen und gehackten Blätter zusammen mit Wasser in einen Eiswürfelbereiter geben und ins Gefrierfach stellen. So haben Sie beim Kochen auch gleich die passende Portion parat.
Bärlauch wie Rauke werden vor dem Verzehr zunächst unter kaltem Wasser abgespült und dann vorsichtig mit Küchenpapier oder in der Salatschleuder getrocknet. Entfernen Sie anschließend die Stiele und hacken Sie die Blätter mit einem Wiege- oder Küchenmesser auf einem stabilen Brett. Noch schneller geht’s so: Die Blätter einfach mit der Küchenschere klein schneiden.
Rucola und Bärlauch verlieren durch Erhitzen Vitamin C und einen Großteil ihres Geschmacks. Daher werden die Blätter am besten roh untergemengt wie beim Gemischten Wildkräutersalat oder dem Blattsalat mit Tomaten und Mozzarella aus dem MAGGI Kochstudio. Aber auch zu Nudeln, Aufläufen, Fleisch und Fisch passen die beiden Frühlingsfrischen ganz wunderbar, wie dem Kartoffel-Bärlauch-Gratin, den Forellen-Pfannkuchenröllchen mit Bärlauch oder den Rinderrouladen mit Rucola-Parmesanfüllung.
Rucola-Pesto wie Bärlauch-Pesto geben Pasta den letzten Schliff, wie bei den Linguine mit Bärlauch-Pesto oder den Spaghetti mit Rucolapesto. Die Bärlauch-Butter verfeinert Kartoffelgerichte und verleiht Fleisch eine besondere Note. Wir wünschen Guten Appetit!
Zu Bärlauchsalat passen Himbeeressig oder Sonnenblumenöle gut. Rucola liebt kräftige Öle wie Oliven- oder Nussöl und harmoniert gut mit Balsamicoessig.