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Exotische Südfrüchte 2

Gerade in den Wintermonaten, in denen bei uns Obst keine Saison hat, sind Exoten aus fernen Ländern willkommene Vitaminspender. Im Lexikon der exotischen Südfrüchte Teil 1 haben wir Ihnen bereits Granatapfel, Kaki, Kaktusfeige, Kumquat, Litschi, Papaya, Physalis, Sternfrucht und Tamarillo vorgestellt. Noch mehr Exotenzauber bringen die folgenden neun Südfrüchte auf den Tisch – besonders fein abgeschmeckt in unseren MAGGI Rezepten.

Kleines Lexikon der Südfrüchte, Teil 2

Woher stammen eigentlich Avocados, wie schmecken Durian oder Jackfrucht, und was kann man Leckeres aus Feigen, Mango und Maracuja zubereiten? Antworten gibt das MAGGI-Lexikon der Südfrüchte.

Ananas

Die Königin der Tropfenfrüchte stammt ursprünglich aus Paraguay und Südbrasilien. Bereits im 16. Jahrhundert gelangte die Ananas nach Europa.
Die über 100 Sorten werden in fünf Gruppen geteilt: Die Cayenne-Gruppe mit großen, bis 2,5 kg schweren Früchten, die kleinen Ananas der Queen-Gruppe sowie die mittelgroßen Früchte der Spanish-, Perolera- und Abacaxi-Gruppe. „Smooth Cayenne“ ist die weltweit wichtigste Sorte. Besonders fein schmecken Flugananas, die reif geerntet und rasch transportiert werden – und daher auch entsprechend teuer sind.

Ob eine Ananas reif ist, erkennen Sie daran, dass sie am Stielansatz aromatisch duftet und grüne Blätter hat, die sich leicht herauslösen lassen; zusätzlich gibt das Fruchtfleisch auf Druck leicht nach. Ananas reifen nicht nach. Sie werden am besten mit einem scharfen Messer von oben nach unten geschält oder halbiert, in Streifen geschnitten und dann aus der Schale gelöst; sie schmecken roh wie gegart, in Süßspeisen wie mit Schinken oder in asiatischen Reisgerichten. Angeschnittene Ananas am besten kühl, aber nicht im Kühlschrank lagern, da sie sonst Aroma verliert. 

Avocado

Die ursprünglich aus Mittelamerika stammende Frucht, die bereits seit etwa 5.000 v. Chr. angebaut wird, bereitet man meist wie Gemüse zu. Sie enthält bis zu
30 % Fett und reichlich ungesättigte Fettsäuren. Hierzulande in den Sommer-monaten erhältliche Avocados stammen überwiegend aus Afrika, in den übrigen Monaten werden sie v.a. aus Israel importiert. Weltweit baut man rund 400 Sorten an, von Pflaumen- bis Melonengröße. Die bei uns üblichen Sorten Fuerte (grün) und Hass (dunkelbraun bis schwarz) sind rund 250 g schwer, etwa 10 cm lang und birnenförmig. Das grün-gelbliche Fruchtfleisch umschließt einen großen Kern.

Avocados werden meist unreif verkauft, daher lassen Sie sie am besten ein bis drei Tage in Zeitungspapier gewickelt nachreifen. Sobald sie auf Druck nachgibt, ist die Avocado reif und hält sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Man schneidet sie quer durch, dreht beide Hälften gegeneinander, bis sie sich lösen, und bricht den Kern mit einem Messer aus – dann das Fruchtfleisch auslöffeln. Frisch aufs Brot, in einem Dip oder kurz gegart schmecken Avocados am besten. Damit sich angeschnittene Früchte oder Dips nicht braun färben, den Stein zugeben und mit Klarsichtfolie abdecken.

Avocado entkernen und zubereiten: 
Hier
sehen Sie Step by Step, wie’s geht!

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Banane

Ursprünglich stammt die Banane, wobei nur die Gattung Musa essbare Früchte hervorbringt, aus Südostasien. Hier wird
sie bereist seit 4.000 v. Chr. kultiviert.
Im 16. Jh. brachten die Portugiesen sie
in die Karibik, von wo aus sie sich bis
Süd- und Mittelamerika ausbreitete. Hauptexportländer heute sind Costa Rica, Ecuador, Kolumbien und Panama. Eine Staude enthält etwa 200 Früchte und wiegt bis zu 50 kg.
Da Bananen vollreif platzen und faulen, werden sie grün geerntet. Bei Zimmertemperatur reifen sie in wenigen Tagen nach und sind vollreif, wenn die Schale braune Punkte aufweist. Der Geschmack ist dann süß und aromatisch. Aus botanischer Sicht handelt es sich bei der Banane um eine 3- bis 5-kantige Beere, die zwischen 5 und 30 cm lang wird. Zunächst wachsen die Früchte nach unten, streben dann nach außen und schließlich nach oben dem Licht zu – daher ist die Banane krumm.

Im Handel werden Obstbananen, Apfelbananen, Babybananen und Koch- bzw. Gemüse-bananen angeboten. Bei Obstbananen wandelt sich während der Reife die Stärke in den Früchten in Zucker um, bei Kochbananen nicht, weshalb sie mehlig schmecken und nur gegart gegessen werden.

Durian

In Südostasien wächst die Durian an bis
zu 40 Meter hohen Bäumen und fällt, sobald sie reif ist, herunter. In Größe und Form erinnert diese Frucht, die bis zu 10 kg schwer werden kann, an einen Igel. Die stachelige Schale ist dunkelgelb bis grün. Im Inneren finden sich vier bis sechs Segmente. Jedes Segment enthält bis zu sechs Samen, die vom Fruchtfleisch bzw. dem Samenmantel umhüllt sind. Das süße Fruchtfleisch erinnert im Geschmack an Vanille-Mandel-Pudding. Die Samen selbst können geröstet oder frittiert verzehrt werden.

Die Durian verdirbt schnell und sollte nicht zu lange gelagert werden. Da die Frucht beim Aufschneiden einen unangenehmen Geruch nach faulen Eiern verbreitet (daher wird sie auch „Stinkfrucht“ genannt), brauchen Sie sie am besten rasch auf. Das Fruchtfleisch kann, eventuell mit etwas Zucker bestreut, roh genossen oder zu Konfitüre bzw. Saft verarbeitet werden.

Feige

Vermutlich stammt die Feige, die an einem Strauch bzw. kleinen Baum von bis zu
8 Metern Höhe wächst, aus Kleinasien,
war aber bereits im Altertum im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Von dort wird sie heute hauptsächlich importiert. Da frische Feigen sehr druckempfindlich sind, werden sie in Handarbeit geerntet und meist einlagig transportiert. Auch zu Hause sollten Sie sie innerhalb von ein bis zwei Tagen aufbrauchen – selbst im Kühlschrank halten sie nur wenige Tage. Die zahlreichen gesunden Inhalts-stoffe bleiben beim Trocknen übrigens erhalten. Benannt werden Feigen nach ihrer Herkunft, z. B. Smyrna-Feigen aus der Türkei, Fraga-Feigen aus Spanien, Bari-Feigen
aus Italien oder Calamata-Feigen aus Griechenland.

Schneiden Sie der grünlich- oder bläulich-violetten Frucht zunächst den Blütenansatz
ab und halbieren Sie die Feige dann mit einem scharfen Messer längs, um sie im Anschluss zu vierteln. Fahren Sie mit dem Messer an der Schale entlang und lösen Sie das rot-braune Fruchtfleisch, das mit zahlreichen Kernen durchsetzt ist. Süß-fruchtig im Geschmack sind Feigen roh ein Genuss, harmonieren mit Wurst und Käse genauso wie mit Eis oder Pudding und können daneben in Soßen oder Chutneys verarbeitet werden.

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Jackfrucht, Jakobsfrucht

Die Jackfrucht, eine der größten Früchte überhaupt, kann bis zu 50 kg schwer und fast 1 Meter lang werden. Sie wächst am Stamm eines mehr als 20 Meter hohen Baumes, der in Südostasien bzw. Indien und Brasilien beheimatet ist. Reif geerntete Früchte werden wie Obst, unreif geerntete meist wie Gemüse genutzt. Es gibt eine weich-fleischige Sorte, die per Hand geöffnet, und eine festfleischige, die mit dem Messer geöffnet wird. Die Jackfrucht hat eine grüne, genoppte Schale. Im Inneren sind gelbe Fruchtfleischtaschen strahlenförmig um einen Strunk angeordnet, in denen sich wiederum 2 bis 4 cm große Samen befinden.

Während die Samen, die nach Kastanien schmecken, gekocht und geröstet werden können, wird das saftige Fruchtfleisch in Indien gern klein geschnitten und getrocknet in Suppen serviert. Mit einem großen Messer können Sie die Jackfrucht quer und danach in Scheiben schneiden. In den Fruchtfleischtaschen sitzen die Samen, die Sie vor dem Verzehr entfernen können. Vorsicht: Der Saft ist sehr klebrig! Geöffnet riecht die Frucht nach Ananas und Banane und schmeckt erfrischend-süß. Am besten sofort in Fruchtsalaten, zu Eis oder in Chutneys verarbeiten.

Kokosnuss

Die Kokosnuss wird fast überall in den Tropen angebaut. An den 20 bis 30 Meter hohen Stämmen wachsen jährlich bis zu 180 Früchte, die aus einer grünen Fruchtschicht, einer darunterliegenden Faserschicht (beide werden nach der Ernte entfernt) und einem Steinkern bestehen. Der Steinkern hat eine dicke, raue Schale mit drei Vertiefungen bzw. Keimöffnungen, den so genannten „Augen“. Im Inneren ist ein Holraum, mit Kokoswasser gefüllt. Mit zunehmender Reife verfestigt sich das Wasser zu weißem Fruchtfleisch – machen Sie beim Einkauf den Schütteltest, denn ohne Wasser wird das Fleisch hart und ungenießbar.

Öffnen Sie die Kokosnuss, indem Sie in zwei der Augen einen Nagel schlagen, das Wasser ablassen und die Schale ringsum mit einem Hammer aufschlagen. Das nussig-aromatische Fleisch schmeckt frisch am besten. Getrocknet nennt man es Kopra, aus dem Kokosöl, -fett, -flocken und -paste hergestellt werden. Auch Kokosmilch wird aus geraspeltem und mit Wasser versetztem Fruchtfleisch gewonnen, das dann ausgepresst wird. Der Kokos-Geschmack harmoniert mit Süßspeisen, aber auch mit Suppen oder – wie in der asiatischen Küche – mit Gemüsegerichten.

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Mango

Die Nationalfrucht der Inder wird bereits seit 4.000 Jahren kultiviert und heute fast weltweit in den (Sub-)Tropen angebaut.
75 % der Weltproduktion erzeugt Asien.
An langen Stielen hängen die Früchte vom immergrünen Baum. Hierzulande sind 4 Sortengruppen im Handel: indische, westindische, ostasiatische und Florida-Sorten. Zur Spitzenklasse gehört die Sorte „Manila“ – die süße „Kent“ und milde „Keitt“ sind im Handel weit verbreitet. Die Mangofrucht ist bis zu 20 cm lang, oval oder nierenförmig und variiert farblich von Grün über Gelb bis Rot. Unter der glatten Schale befindet sich das gelbe bis orange Fruchtfleisch, das süß mit säuerlicher Note schmeckt.

Reife Früchte erkennen Sie am aromatischen Geruch, zudem geben sie auf Druck leicht nach. Flugware ist erstklassig und teuer, unreife Früchte können Sie aber auch zu Hause bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Reif innerhalb von vier bis fünf Tagen aufbrauchen. Das Fruchtfleisch, das am besten mit einem Messer aufgeschnitten wird, schmeckt gut roh, kann aber auch püriert für Desserts, Konfitüren und Soßen oder pikant zu Fleisch und Fisch verwendet werden.

Passionsfrucht, auch Granadilla, Maracuja
Die Passionsfrucht – es gibt über 400 Arten – stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wird heute aber weltweit in den (Sub-)Tropen kultiviert. Die Früchte
sind rund oder oval und besitzen eine
glatte, wachsartige Schale, die je nach Sorte dunkelviolett, grüngelb oder orange sein kann. Im Inneren sitzen zahlreiche Kerne, die von geleeartigem, grün-gelblichem Fruchtfleisch umgeben sind, das süß und säuerlich zugleich schmeckt und an Zitrone erinnert. Die häufigste Sorte bei uns ist die Purpurgranadilla, die vorwiegend aus Afrika importiert wird.

Die Früchte reifen kaum nach – kaufen Sie „eingeschrumpelte“ Ware, die bereits voll ausgereift ist. Reife Früchte sind im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar. Die Passionsfrucht am besten aufschneiden und die Hälften auslöffeln oder das Fruchtfleisch für Obstsalate, Quark- und Süßspeisen oder zu Eis genießen. Andere Sorten wie die Maracuja (gelbe Passionsfrucht) werden vor allem zur industriellen Saftgewinnung verwendet; eher selten findet man bei uns die aromatisch-süße Granadilla im Handel.

Sie können das Nachreifen exotischer Früchte beschleunigen, indem Sie sie zusammen mit Äpfeln lagern.

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Rezept-Ideen rund um die Exoten

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