Melonen – süß, saftig und erfrischend
Sie sind idealer Durstlöscher für heiße Tage, erfrischender Snack für Zwischendurch und schmecken auch in der Suppe, im Salat oder zur Nachspeise: die kleinen, feinen Zuckermelonen und die großen grünen Wassermelonen. Wir haben tolle Melonen-Rezepte für Sie von Melonensalat bis Melonen-Zimt-Sorbet. Und was Sie beim Einkauf und der Lagerung der süßen Sommerfrüchte beachten sollten, erfahren Sie natürlich auch.
Melonen werden in allen wärmeren Regionen der Welt angebaut: in China, in Südeuropa, Nordafrika, in den USA, in Südamerika, Japan und vielen Ländern mehr. Von Frühjahr bis Herbst haben Melonen aus den warmen Mittelmeerländern Hochsaison. In Nebensaison im Winter werden Zuckermelonen u. a. aus Süd- und Mittelamerika sowie Südafrika nach Deutschland importiert.
Melonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Sie sind daher kein Obst, sondern werden als Fruchtgemüse gehandelt. Zuckermelonen sind, botanisch gesehen, näher mit der Gurke als mit der Wassermelone verwandt.
Jede Menge Fruchtfleisch, viel Saft und wenige Kalorien! Wassermelonen machen ihrem Namen alle Ehre: Ihr Wassergehalt liegt bei bis zu 95 Prozent, ihre Kalorienzahl nur bei etwa 37 kcal/100 g. Zuckermelonen enthalten immerhin noch 85 bis 87 Prozent Wasser und 54 kcal/100g.
Die runden bis ovalen Zuckermelonen wiegen bis zu 4 kg. Es gibt Sorten mit gerippter, glatter, genetzter oder warziger Schale. Ihre Farbe variiert von weißlich über grün bzw. hellgelb bis gelb oder orange. Ihr Fruchtfleisch ist weiß, orange oder grün. Die Kerne befinden sich bei allen Sorten in der Fruchtmitte.
Zu den bekanntesten der über 500 Zuckermelonen-Sorten gehören:
Gelbe Honigmelone: Sie wird auch Gelbe Kanarische genannt und zählt zu den glattschaligen Zuckermelonen. Auffallend ist ihre leuchtend gelbe Schalenfarbe. Die Frucht ist oval geformt, das süße Fruchtfleisch relativ fest und grünlich-weiß.
Honey Dew: Die ebenfalls glattschalige weiß-gelbe Honey Dew ist rund bis rundoval geformt und hat ein grünes, manchmal auch orangefarbenes Fruchtfleisch.
Galia-Melone: Sie ist die beliebteste Netzmelone. Leicht erkennbar ist sie an ihrer runden
Fruchtform und ihrer genetzten grünlich bis gelb-orangefarbenen Schale. Ihr weiß-grünliches Fruchtfleisch ist besonders zart und sehr süß.
Charantais-Melone: Die Gelben und Grünen Charantais-Melonen sind die bekanntesten Vertreter der sogenannten Kantalup-Melonen (auch Cantaloupe). Ihr Fruchtfleisch ist orange und schmeckt sehr süß und aromatisch, ihre Schalenfarbe variiert von cremegelb bis grün. Es gibt glatte und genetzte Sorten mit Längsfurchen. Die glattschaligen Charantais gelten als besonders köstlich.
Ogen-Melone: Die rundliche gelb-grüne Ogen-Melone ist eine kleinfruchtige Züchtung aus Israel, die ebenfalls zu den Kantalup-Melonen gezählt wird. Ihre Schale ist glatt und gefurcht, ihr Fruchtfleisch ist grünlich und schmeckt leicht süß-säuerlich.
Die runden, länglichen oder walzenförmigen Früchte können bis zu 20 kg wiegen. Ihre Schale ist hell- bis dunkelgrün, manchmal marmoriert oder gestreift, glatt und sehr dick. Ihr Fruchtfleisch ist bei fast allen Sorten rot und mit vielen, meist flachen braun-schwarzen Kernen durchsetzt.
Auch wenn es eine Vielzahl an Sorten gibt, finden Sie überwiegend diese beiden bei uns im Handel:
Sugar Baby: Die kugelrunde Sugar Baby besitzt eine schwarz-grün gefärbte Schale und rotes Fruchtfleisch, das sehr süß und saftig schmeckt.
Crimson Sweet: Sie ist etwas länglicher und unterscheidet sich von der Sugar Baby durch ihre hellgrüne, mit dunklen Streifen durchsetzte Schale. Auch sie hat ein sattrotes Fruchtfleisch.
Mittlerweile gibt es auch kernlose Züchtungen (engl. „seedless“), die keine oder nur wenige weiße Kerne haben und in kleinen Größen in den Handel kommen.
Machen Sie beim Einkauf den Reifetest: Vollreife Kantalup- oder Netzmelonen duf-ten angenehm süßlich. Gibt die Schale unter leichtem Druck nach, sind die Früchte perfekt für den Verzehr. Reife Honigmelonen lassen sich nicht so leicht erkennen, achten Sie auf eine glatte und wachsige Schale.
Bei Wassermelonen klopfen Sie mit dem Fingerknöchel auf die Schale. Sie hören einen „vibrierenden“, vollen Ton? Prima, die Melone sollten Sie nehmen. Wenn Sie aufgeschnittene Wassermelonenstücke kaufen, achten Sie auf ein kräftiges Fruchtfleisch. Ist das Fruchtfleisch porös und an den Schnittstellen dunkelrot, ist die Melone nicht mehr frisch.
Reife Zuckermelonen sollten an einem kühlen Ort gelagert werden. Doch Vorsicht: Honigmelonen verlieren zu kalt gelagert (unter 10 Grad) schnell an Aroma. Ange-schnittene Wassermelonenstücke können Sie mit Frischhaltefolie bedeckt ein bis zwei Tage gut im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
Wassermelonen schmecken herrlich erfrischend, wenn sie vor dem Verzehr etwa 30 Minuten im Kühlschrank gekühlt wurden.
Melonen können Sie auf vielfältigste Weise genießen: als Vorspeise, in der Suppe, als Sorbet, im Obstsalat oder als kühlen Drink. Servieren Sie Ihren Gästen zum Me-nüauftakt unsere Melonen-Mozzarella-Spieße à la Caprese oder den frischen Rucolasalat mit Melone und Erdbeeren. Oder doch lieber eine Kalte Paprikasuppe mit Melone (Gaspacho con melao)? Und als Nachspeise unser Melonen-Zimt-Sorbet oder eine erfrischende Melonen-Kaltschale?
Unschlagbar ist natürlich der Klassiker: Honigmelone mit Schinken, wie in unserem Melonensalat oder im Rezept Parmaschinken mit Feigen und Honigmelone.
Wer von den süßen Melonen gar nicht genug bekommen kann, für den sind köstliche Marinierte Melonenbällchen mit Pinienkern-Zitronen-Krokant aus Wasser-, Honig- und Kantalup-Melone genau das Richtige: Mehr Melone geht nicht!
Oder haben Sie Lust auf einen fruchtig-frischen Durstlöscher? Dann probieren Sie unsere leckere Apfel-Melo, die in 15 Minuten trinkbereit ist.
Und wenn’s mal richtig schnell gehen soll, genießen Sie die Zucker- und Wasserme-lonen doch gleich als Frischobst: einfach halbieren und in Spalten schneiden, die Kerne mit einem Löffel entfernen (bei Wassermelonen mit dem Löffelstiel) und genießen!
Tipp: Im Haushaltswarengeschäften gibt es Kugelausstecher für Obst oder Gemüse. Damit können Sie das Melonen-Fruchtfleisch ausstechen und attraktiv anrichten. Ersatzweise tut es auch ein Eiskugel-Ausstecher.
Besonders dekorativ und garantiert ein Hingucker: Servieren Sie den Obstsalat oder das Dessert in den zickzackförmig halbierten Melonenschalen.