Die Yoga-Küche - ausgewogen und bekömmlich
Mehr Entspannung und Beweglichkeit, weniger Stress – das ist Ihr Ziel? Yoga-Übungen und die richtige Ernährung können helfen. Wir verraten Ihnen, welche Lebensmittel ganz oben auf dem Yoga-Speiseplan stehen und wie Sie die Wohlfühl-Empfehlungen der Yoga-Küche in Ihren Alltag integrieren – für ein Plus an Wohlbefinden und Energie!
Beim indischen Yoga denken wir meist zunächst an die verschiedenen Yoga-Stellungen: die so genannten Asanas mit ihren bildhaften Namen Baum, Kobra oder Schwalbe. Doch Yoga ist weit mehr als eine Körperübung. Neben Atem-, Entspannungs- und Meditationstechniken spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Der Unterschied zwischen der Yoga-Küche und vielen anderen Ernährungsformen liegt in ihrem ganzheitlichen Ansatz. Die Yoga-Ernährung zielt nicht nur auf unseren physischen Körper ab, sondern auch auf unseren Geist, unsere Gefühle und unsere Lebensenergie.
So genannte sattvische Nahrung gilt als ausgleichend, rein und harmonisch. Sie wird von Yogameistern empfohlen und im Sinne der ayurvedischen Heilkunde als ausgewogen betrachtet. Die natürliche, vollwertige Ernährung soll die ausgleichende Wirkung des Yoga unterstützen. Sie soll unseren Körper beweglich und schlank halten, unseren Geist schärfen und auf diese Weise empfänglich für die Praxis des Yoga machen.
Die sattvische Yoga-Ernährung:
| Vollwertiges Getreide, Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Naturreis |
| Hülsenfrüchte, Tofu, Sprossen |
| Gemüse (nicht blähend) und Salat, gekocht oder roh |
| Obst, süß und reif |
| Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Ghee |
| Hochwertige Öle, Nüsse und Samen, Honig |
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Es gibt zwei weitere Kategorien, die es laut Yoga-Ernährung zu meiden gilt: Tamasische Nahrung, das heißt unreife und überreife Lebensmittel, wirken sich aus yogischer Sicht lähmend auf Körper und Geist aus. Rajasische Lebensmittel wie scharfe Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch, Kaffee oder schwarzer Tee sollen Körper und Geist unruhig, ungeduldig oder sogar aggressiv machen.
Kennen Sie indisches Ghee? Die geklärte Butter aus dem Asialaden kann anstelle von herkömmlichem Butterschmalz zum Anbraten verwendet werden und gilt im Ayurveda als Heilmittel.
Qualität, Frische und Bekömmlichkeit der Lebensmittel stehen in der Yoga-Küche an oberster Stelle. Die fleischlose sattvische Ernährung (siehe Tabelle) wird zwar empfohlen, doch brauchen Sie nicht gleich zum Vegetarier zu werden, wenn Sie mit Yoga beginnen. Viel wichtiger ist, dass Sie herausfinden, welche Nahrungsmittel Sie gut vertragen und welche Ihnen vielleicht schwer im Magen liegen (Rohkost beispielsweise ist nicht für jeden leicht verdaulich).
Die Yoga-Küche setzt auf frische Vollwertkost mit viel Vollkorngetreide, schonend gegartem oder rohem Gemüse und süßem Obst. Milchprodukte wie Joghurt, Frischkäse oder Sahne gehören mit auf den Yoga-Speiseplan. Dazu kommen Sprossen, Nüsse und Samen, frische Kräuter und Gewürze, aber wenig Salz. Scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer gelten zwar als rajasische Nahrungsmittel, können jedoch auf Menschen mit einem bewegungsarmen Alltag, die Yoga üben, um beweglicher zu werden, durchaus stimulierend wirken. Dazu trinken Sie am besten viel Wasser (auch warmes). Gesüßt wird in der Yoga-Küche mit Vollrohrzucker oder Honig. Eier, Fleisch und Fisch sollten selten oder gar nicht auf den Tisch. Wenn Sie auf Fleisch nicht verzichten möchten, bevorzugen Sie fettarmes Geflügel.
Ganz gleich, ob es Ihr Ziel ist, durch Yoga ruhiger und gelassener zu werden oder eine höhere Beweglichkeit zu erreichen – beides kann nur gelingen, wenn Ihre Verdauung ungestört abläuft und bekömmliches Essen auf den Tisch kommt, das mit viel Ruhe genossen wird. Lassen Sie sich daher stets ausreichend Zeit zum Essen und nehmen Sie auch nicht mehr als nötig zu sich.
Vollkornnudeln und Naturreis stehen in der Yoga-Küche hoch im Kurs.
Wenn Sie zuhause kochen, können Sie mit der Yoga-Ernährung bares Geld sparen. Die Yoga-Küche setzt vorwiegend auf Getreide, Gemüse und Obst. Kostspieliges Fleisch und Fisch stehen nicht auf dem Einkaufszettel. Karotten, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte und Obst dagegen sind selbst in Bio-Qualität relativ preiswert zu bekommen. Und wie wird daraus eine schmackhafte Mahlzeit? Ganz einfach mit unseren leicht nachkochbaren Rezepten aus dem MAGGI KOCHSTUDIO: Wie wär’s beispielsweise mit einem Avocadosalat mit Sesam-Joghurt-Sauce oder einem Batavia-Apfel-Salat mit Vollkornbrötchen? Ein fruchtig-frischer Exotischer Reis schmeckt sicher der ganzen Familie. Probieren Sie auch einmal eine leckere Gemüsepfanne Kräutergarten mit Naturreis oder die Folienkartoffeln "Classic". Und zum Nachtisch für die große Runde schmeckt zum Beispiel Süßer Reis mit Papayasauce und Mandelblättchen.
Typische Kantinen-Gerichte wie Pommes frites oder panierte Schnitzel stehen nicht auf dem Yoga-Speiseplan. Da hilft nur der Gang zum Salatbuffet. Noch besser, wenn Sie sich einen frischen Salat mit Kräutern und Pinien- oder Sonnenblumenkernen auf die Arbeit mitnehmen: Das Dressing können Sie extra in einem kleinen Glas mit Drehverschluss einpacken und in der Mittagspause einfach darunter mischen, dazu gibt es Vollkornbrot und Bunte Rohkost mit Kräuterdip oder etwas frisches Obst der Saison.
Beim Essen im Restaurant sind Gemüsebeilagen, Ofen- oder Pellkartoffeln, vegetarische Pasta, Reis und frische Salate erste Wahl. Die größte Auswahl bieten Asia-Restaurants, allen voran indische Lokale mit schmackhaften Gemüse- oder Linsensuppen, milden Currys und vielen vegetarischen Gerichten auf der Karte.
Lassis, die leckeren indischen Joghurt-Drinks, sind eine tolle Alternative zu zuckerhaltigen Limonaden: Probieren Sie unseren Mango-Lassi "Chai" mit frischen Mangos oder unseren erfrischenden Orangen-Papaya-Lassi.