Einfrieren – einfach praktisch!
Jeder kennt und schätzt die Vorteile des Einfrierens: Ob Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, Butter oder Brot – im Tiefkühler können Lebensmittel monatelang auf ihren Einsatz warten. Wichtig: die luftdichte Verpackung und Temperaturen von –18 Grad oder kälter. Und was gibt es sonst noch zu beachten? MAGGI verrät es Ihnen.
Ein Vorrat auf Eis ist immer gut, wenn Sie keine Zeit zum Einkaufen haben. Für Single-Haushalte oder Paare reicht meist ein Kühlschrank mit Gefrierfach.
Für Familien und größere Haushalte, in denen häufig gekocht wird, lohnt sich ein separates Gefriergerät. Damit können Sie auch Sonderangebote nutzen und größere Vorräte einfrieren, zum Beispiel wenn Sie über einen Nutzgarten verfügen oder Mahlzeiten vorkochen möchten.
Gefrierschränke in der Küche sind praktisch, wenn häufig auf die gefrorenen Lebens-mittel zugegriffen wird. In den Schubladen kann die Tiefkühlkost übersichtlich gelagert werden.
Gefriertruhen sind für eine langfristige Lagerung gefrorener Lebensmittel im Keller oder Abstellraum ideal. Sie werden von oben befüllt und verbrauchen dadurch weniger Energie als Gefrierschränke: Bei geöffnetem Deckel strömt nur wenig Kaltluft nach außen, da kalte Luft nach unten sinkt.
Eine platzsparende Alternative ist eine Gefrier-Kühl-Kombination mit separat zu öffnendem Gefrierschrank.
Auf dem Typenschild des Gerätes finden Sie die sogenannte Klimaklasse. Sie beschreibt den Temperaturbereich, bei dem das Gerät zuverlässig arbeitet. Klimaklasse N (16 –
32 °C) ist für die Aufstellung in der Wohnung geeignet. Für einen kühleren Keller sind Geräte der Klimaklasse SN (10–32 °C) gedacht.
Über den Energieverbrauch gibt das EU-Label Auskunft: Die sparsamsten Geräte sind mit A++ gekennzeichnet.
Übrigens: Vereiste Gefrier- und Kühlgeräte sind Stromfresser. Vor allem in Kühlschränken integrierte Gefrierfächer haben häufig keine Abtauautomatik. Zum Abtauhen Tiefgekühltes in Kühltaschen mit Kühlelementen zwischenlagern und das Kühlgerät abschalten. Ist das Eis angetaut, können Sie es leicht entfernen. Dann das Fach auswischen und das Gerät wieder anschalten.
Je kühler der Raum, desto geringer ist der Energieverbrauch des Gefrier- oder Kühlgerätes.
Erdbeeren und Spargel rund ums Jahr? Kein Problem: Richtig verpackt und bei mindestens –18 °C tiefgefroren sind sie monatelang haltbar. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Obst, Gemüse, Kräuter, Brot, Fleisch und Fisch in den Kälteschlaf versetzen, um sie bei Bedarf wieder zu wecken.
- Obst und Gemüse sollten Sie vor dem Einfrieren putzen und je nach Größe zerkleinern. Gemüse, das vor dem Gefrieren blanchiert wird, ist länger haltbar und behält seine Farbe: Dafür das Gemüse kurz in kochend heißes Wasser geben und in kaltem Wasser – evtl. mit Eiswürfeln – abschrecken.
- Achten Sie beim Einfrieren von Lebensmitteln darauf, dass diese möglichst luftdicht verpackt und somit vor dem Austrocknen geschützt sind. Füllen Sie die Lebensmittel in Kunststoffdosen mit gut schließendem Deckel oder Gefrierbeutel. Drücken Sie bei Beuteln die Luft heraus. Praktisch ist ein Vakuumiergerät, das die Luft heraussaugt.
- Füllen Sie das Gefriergut portionsweise ein, so haben Sie gleich die richtige Menge zum Auftauen und Weiterverarbeiten parat. Lebensmittel, die in kleinen Portionen oder flachen Lagen eingefroren werden (z. B. Hackfleisch flach in den Beutel geben), gefrieren schneller und tauen auch rascher auf.
- Frische Kräuter können Sie klein gehackt mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern einfrieren. Dann herausnehmen und abgepackt weitertiefkühlen.
- Kleinere Lebensmittel wie Beeren oder kleine Frikadellen am besten erst auf einem Tablett – viele Gefriergeräte sind mit einem Gefriertablett ausgestattet – ausbreiten und vorfrieren, damit sie beim Tiefkühlen nicht zusammenkleben. Nach dem Vorfrieren in Gefrierbeutel luftdicht einpacken.
- Klare und cremig pürierte Suppen können Sie gut in Gefrierdosen einfrieren. Auch Suppeneinlagen am besten separat auf einem Tablett vorfrieren.
- Gefrierbrand erkennen Sie an weißer oder bräunlich-roter Verfärbung an der Oberfläche des Gefriergutes. Sind Ihre Lebensmittel luftdicht verpackt und bei gleichmäßiger Gefriertemperatur eingefroren, hat Gefrierbrand keine Chance.
- Denken Sie daran, die Dosen oder Beutel mit Inhaltsangabe und Datum zu beschriften (mit Etiketten oder wasserfestem Stift). Bei größeren Mengen hilft eine Lagerliste, die Übersicht zu behalten. Sortieren Sie Neues hinter Älterem ein und verbrauchen Sie alles rechtzeitig.
Nur vollständig Abgekühltes in das Gefrierfach oder Gefriergerät geben!
Erst bei –18 Grad (im ***-Fach oder Gefriergerät) ist Tiefkühlkost optimal gelagert und monatelang haltbar. Höhere Temperaturen verkürzen die Haltbarkeit. Ideal zum Einfrieren: Temperaturen unter
–18 Grad im ****-Fach oder Gefriergerät.
| Lebensmittel |
Lagerdauer in Monaten |
| Fleisch je nach Art |
3 - 12 |
| Fisch |
1 - 4 |
| Käse |
2 - 6 |
| Milch |
2 - 3 |
| Gemüse (je nach Sorte) |
6 - 12 |
| Kräuter |
8 - 10 |
| Obst |
8 - 12 |
| Brot und Backwaren |
1 - 3 |
| Fertige Speisen |
3 |
(Quelle: aid (Hrsg.): Tiefkühlkost, aid, Bonn, 1998)
Ist ein Lebensmittel nicht dabei, das Sie gerne einfrieren möchten? Kein Problem: Das MAGGI Kochstudio hilft Ihnen gerne weiter. Sie erreichen uns per Telefon unter 069/6671-2841 oder einfach per E-Mail kontakt@maggi.de.
Gut zu wissen: Wasserreiche Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Wassermelonen oder Weintrauben sind nicht zum Einfrieren geeignet. Das gilt ebenso für Blattsalate, Radieschen, Rettiche, rohe Kartoffeln, rohe Tomaten und Gurken. Auch Joghurt, Weich- und Frischkäse, Mayonnaise und Desserts mit Gelatine eignen sich nicht.
Und so klappt es mit dem Auftauen: Obst nur kurz bei Zimmertemperatur antauen lassen, dann gleich weiterverarbeiten. Gemüse können Sie gefroren in den Kochtopf geben.
Fleisch, Fisch und Geflügel zum Auftauen auspacken und auf einem hohen Teller oder in einem Siebeinsatz zugedeckt langsam und schonend im Kühlschrank auftauen lassen, am besten im untersten Fach, damit das Auftauwasser nicht auf darunterliegende Lebensmittel tropfen kann. Aufgetautes kalt abspülen und trocken tupfen, das Auftauwasser wegschütten (Salmonellengefahr bei Geflügel!).
Backwaren sollten möglichst rasch aufgetaut werden, zum Beispiel im heißen Backofen oder in der Mikrowelle.
Sicher ist sicher: Aufgetaute rohe Lebensmittel rasch verbrauchen bzw. gut durchgaren und in keinem Fall wieder erneut einfrieren.