Kleine Pannenhilfe
Kleine Pannen beim Kochen und Backen passieren schnell. Einen Moment nicht aufgepasst und die Sauce ist verbrannt oder die Suppe versalzen. Doch mit den richtigen Tipps und Kniffen ist der Schaden schnell behoben.
Schnelle Pannenhilfe beim Kochen
Sie erwarten Gäste, der Tisch ist noch nicht gedeckt, auf dem Herd köchelt die Suppe und im Backofen schmort der Braten.
In der Hektik kann da schon mal zu viel Salz im Kochtopf landen oder das Fleisch zäh werden. Mit dem richtigen Küchen-Know-how lassen sich Pannen am Herd ver-meiden oder – wenn doch mal etwas schiefgeht – Angebranntes oder Versalzenes retten:
Um Fleisch auf den Punkt zu garen, gibt es einen einfachen Test: Fleisch ist durchgegart, wenn es sich mit einem Löffelrücken kaum eindrücken lässt. Ihre Gäste möchten ihr Steak lieber medium? Dann sollte das Fleisch auf Druck noch leicht nachgeben. Sie haben ein Hähnchen oder eine Ente im Ofen? Für den Gartest stechen Sie mit einer Gabel in Brust und Keule: wenn dabei klarer Fleischsaft austritt, ist das Geflügel fertig. Ist die Flüssigkeit noch rötlich, lassen Sie es noch ein paar Minuten weitergaren und testen ein zweites Mal.
Sie merken erst beim Anschneiden, dass der Braten nicht gar ist? Macht nichts: Schneiden Sie das Fleisch in dünne Scheiben und garen Sie es bei mittlerer Hitze zehn bis fünfzehn Minuten in der Sauce fertig. Ist das Fleisch zu zäh, lassen Sie es bei abgeschalteter Herdplatte in der Sauce durchziehen. Es nimmt dabei Flüssigkeit auf und wird saftiger.
Die Sauce ist versalzen? Geben Sie einige rohe Kartoffelstücke hinein und lassen Sie sie 5-10 Minuten mitkochen. So wird das Salz gebunden. Vor dem Servieren nehmen Sie die Stücke wieder heraus. Auch ein Schuss Orangensaft kann den salzigen Geschmack neutralisieren. Je nach Rezept können Sie auch etwas Wasser, Sahne, Crème faîche, Milch oder Wein unterrühren und so die Sauce strecken. Das hilft auch bei überwürzten oder zu scharfen Speisen. Aber Vorsicht, dabei verändert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch die Konsistenz!
Klümpchen in der Sauce? Auch da gibt es Hilfe: Pürieren Sie die Sauce mit dem Pürierstab oder streichen Sie sie durch ein feines Sieb. Dann unter Rühren erneut aufkochen lassen.
Die Nudeln verkleben? Übergießen Sie die Pasta kurz mit etwas heißem Wasser und trennen Sie die Nudeln vorsichtig mit einem Löffel, dann noch mal in ein Sieb abgießen und sofort servieren. Ansonsten gilt: Abgetropfte Nudeln am besten gleich mit der Sauce oder etwas Öl vermischen.
Sind die Kartoffeln verkocht, hilft nur noch umdisponieren: Machen Sie daraus ein leckeres Kartoffelpüree: Dafür die Kartoffeln abgießen und mit dem Kartoffelstampfer im Topf zerdrücken, dann ein Flöckchen Butter heiße Milch unterrühren, bis ein cremiges Püree entsteht. Zum Schluss mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
Das Auge isst bekanntlich mit, und ein Obstsalat macht nur Appetit, wenn Äpfel, Birnen und Bananen ihre schöne Farbe behalten und sich nicht braun verfärben. Um das zu vermeiden, beträufeln Sie sie direkt nach dem Anschneiden mit etwas Zitronensaft. Das klappt auch bei Avocados.
Vorsicht, das brennt: Chilischoten enthalten ätherische Öle, die Haut und Schleimhäute empfindlich reizen können. Tragen Sie beim Schneiden der Schoten Haushaltshandschuhe oder waschen Sie Ihre Hände anschließend sehr gründlich.
Damit sich Frittiergut nicht mit Fett voll saugt, sondern schön knusprig wird, muss das Fett richtig heiß sein. Bevor Sie das Frittiergut einlegen, unbedingt den Temperaturtest machen: Halten Sie den Stiel eines Holzkochlöffels in das erhitzte Fett. Wenn sich rund um den Stiel kleine Bläschen bilden, können Sie Kartoffelschnitze, Gemüse oder Teigtäschchen einlegen und knusprig frittieren.
Ist das Essen angebrannt, heißt es schnell handeln. Wichtig: Nicht umrühren! Schöpfen Sie den nicht verbrannten Teil vorsichtig ab und erwärmen Sie ihn noch mal kurz in einem zweiten Topf. Nachwürzen kann gegen den Geschmack von Angebranntem helfen. Und den angebrannten Topf am besten gleich in Spülwasser einweichen.
Alle Zutaten eingekauft? Die Küchenutensilien stehen bereit? Starten Sie gut vorbereitet mit dem Kochen. So lässt sich schon im Vorfeld so manche Panne vermeiden.
Schnelle Pannenhilfe beim Backen
Ist der Kuchen erst mal im Ofen, heißt es meist nur noch Abwarten.
Und die Garprobe nicht vergessen!
Doch bis es soweit ist, werden Eiweiße geschlagen, Backzutaten verrührt und Formen befüllt. Da kann schon mal die eine oder andere Panne passieren.
Gut, dass es für (fast) alles eine Lösung gibt:
Der Eischnee wird nicht fest? Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Rührgefäß und die Quirle nicht absolut fettfrei waren oder beim Trennen der Eier etwas Eigelb ins Eiweiß gelangt ist. Also, noch mal von vorne: Mit sauberem Rührgeräten, am besten gekühlt, und einigen Spritzern Zitronensaft klappt es bestimmt.
Hefeteig braucht Wärme. So geht der Teig auf und wird schön luftig: Heizen Sie den Backofen auf 50 Grad vor, dann den Ofen abschalten und den Teig zugedeckt darin gehen lassen. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, rasch weiterverarbeiten.
Beachten Sie, dass bei Hefeteig alle Backzutaten Zimmertemperatur haben müssen, bei Mürbeteig dagegen kühlschrankkalte Zutaten und zügiges Arbeiten gefragt sind.
Sie benötigen für Ihren Kuchen weiche Butter, haben aber vergessen diese rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen? Kein Problem, geben Sie die benötigte Menge in eine kleine Keramik- oder Metallschüssel und stellen Sie sie während des Vorheizens kurz (nicht zu lange, sonst wird sie flüssig!) in den Ofen. Etwas schneller geht es, wenn Sie die Butter bei 180 Watt ca. 1-2 Minuten in der Mikrowelle erwärmen.
Ein zu trockener Biskuitboden wird mit Obstsaft oder Zuckerwasser beträufelt schön locker und saftig. Ist ein Rührkuchen zu trocken geworden, stechen Sie mit einem Holzstäbchen kleine Löcher und träufeln nach Belieben etwas Saft oder Likör hinein.

Sie möchten
Muffins backen, haben aber kein spezielles Muffins-Blech? Dann setzen Sie einfach zwei Papier-Backförmchen ineinander, füllen den Teig ein und stellen die kleinen Törtchen auf ein normales Backblech.
Garprobe leicht gemacht: Ob ein Kuchen fertig gebacken ist, können Sie ganz einfach testen: Stechen Sie mit einem Holzstäbchen oder Holzzahnstocher in die dickste Stelle – bleiben nur trockene Brösel daran haften, ist der Kuchen gar.
Der gebackene Kuchen löst sich nicht aus der Form? Probieren Sie’s mal mit einem feuchten Küchentuch, das Sie um die Form wickeln. Beim Abkühlen zieht sich der Kuchen etwas zusammen und löst sich leichter. Und beim nächsten Mal: Die Form mit Butter, Margarine oder Öl ausstreichen und je nach Rezept mit Mehl, Semmelbröseln oder fein gemahlenen Nüssen ausstreuen oder mit zugeschnittenem Backpapier auslegen, so kann nichts anhaften. Eingefettete Formen können Sie auch etwa 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, bevor Sie den Teig einfüllen. Dann löst sich der Kuchen nach dem Ba-cken ganz leicht aus der Form.
Nicht alle Backöfen backen gleich. Machen Sie zur Sicherheit bereits vor Ablauf der angegebenen Backzeit eine Garprobe.