Der Simmertopf – Profi für feine Desserts und edle Saucen
Mit einem Simmertopf gelingen Ihnen die feinsten Desserts und köstlichsten Saucen im Wasserbad – ob cremige Mousse au Chocolat, luftige Weinschaumcreme oder edle Sabayon. Und zwar ohne Anbrennen, Überkochen oder Ausflocken. Wir stellen Ihnen den praktischen Wasserbad-Topf vor und zeigen Ihnen, worauf Sie beim Ein-kauf und der Handhabung achten sollten.
Wer kennt das nicht? Einen Moment nicht aufgepasst, und schon kocht die Milch ü-ber, die Sauce brennt an oder das Eigelb gerinnt, weil sie zu heiß geworden sind. Das lässt sich vermeiden, wenn Sie hitzeempfindliche Zutaten und Speisen in einem Simmertopf erwärmen.
Der doppelwandige Simmertopf arbeitet nach dem Wasserbad-Prinzip. Durch eine Einfüllöffnung wird Wasser in die Zwischenwand gefüllt. Dann wird der Topf auf dem Herd erhitzt. Wenn das Wasser in der Doppelwand leicht kocht und Wasserdampf austritt, hat der Topf Betriebstemperatur erreicht. Speisen oder Zutaten im Inneren werden durch das heiße Wasserbad in der Doppelwand schonend erhitzt, ohne dass sie in direktem Kontakt mit dem kochenden Wasser kommen.
„Simmern“ heißt übrigens in der Gastronomiesprache, eine Zutat „knapp unter dem Siedepunkt garen“. Im Englischen meint „to simmer“ soviel wie „sieden“.
Anders als in einem normalen Topf kann in einem Simmertopf so leicht nichts anbrennen oder überkochen.
Überlegen Sie sich vor dem Kauf, in welcher Größe Sie den Topf benötigen. Kochen Sie gerne in großen Mengen, sollte der Topf mindestens 2 bis 2,5 Liter fassen.
Für den kleinen Haushalt reicht auch die 1,5-Liter-Ausführung fürs Wasserbad.
Je nach Modell und Größe werden die Töpfe mit einer bestimmten Menge Wasser befüllt. Verfügt der Topf über eine Füllstandsanzeige, können Sie den Wasserstand bequem ablesen und im Auge behalten. Auch eine Innenskalierung ist praktisch.
Daneben gibt es Modelle mit integrierter Temperaturanzeige. Sie leistet gute Dienste, wenn Sie zum Beispiel Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und den Schmelzvorgang genau temperieren möchten.
Tipp: Während des Kochvorgangs verdampft Wasser, so dass Sie bei längeren Kochzeiten eventuell etwas nachfüllen müssen. Verwenden Sie zum Nachfüllen während des Kochens heißes Leitungswasser, damit die Temperatur im Topfinneren nicht abkühlt.
Achten Sie beim Kauf auch auf den Boden des Topfes. Denn nicht alle Simmertöpfe sind für alle Herde geeignet. Manche Topfböden ermöglichen die Verwendung für sämtliche gängigen Herdarten außer Gasherde. Andere wiederum sind zwar für Gasherde geeignet, aber nicht für Induktionsherde. Lesen Sie hierzu die Angaben des Herstellers.
Statt der doppelwandigen Ausführung gibt es auch zweiteilige Wasserbad-Töpfe: Das Wasser wird hierbei in den größeren Topf gefüllt, der kleinere Topf in den größeren gesetzt und befestigt. Diese Variante hat den Vorteil, dass Sie den Innentopf mal schnell herausnehmen und den Inhalt ohne Wärmezufuhr weiterverarbeiten oder kühl stellen können.
Besonders praktisch: ein abgerundeter Innentopf zum leichteren Rühren und Aufschlagen von Saucen und Cremes.
Ein Simmertopf ist ideal für Desserts, Saucen und andere Speisen, die leicht zum Anbrennen, Gerinnen oder Überkochen neigen:
- Warm aufgeschlagene Saucen wie unsere Senf-Sabayon oder eine klassische Sauce Hollandaise (z. B. aus unserem Rezept Zweierlei Lachsklößchen mit Romanesco) gelingen im Simmertopf perfekt. Durch die geringe Erhitzung wird vermieden, dass das Eigelb gerinnt und die Sauce ausflockt. Das Ganze wird schön luftig und die Bestandteile verbinden sich gleichmäßig miteinander.
- Für Glasuren zum Überziehen von Gebäck und feine Desserts wie Mousse au Chocolat muss Schokolade geschmolzen werden. Da Schokolade leicht anbrennt und klumpt, wenn sie zu stark erhitzt wird bzw. mit Wasser in Berührung kommt, ist beim Schokoladeschmelzen im Wasserbad besondere Vorsicht angesagt. Mit einem Simmertopf sind Sie auf der sicheren Seite.
- Praktisch ist ein Simmertopf auch für empfindliche Baby- und Kindernahrung oder Diätspeisen, die nur kurz erwärmt werden sollen, um die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe zu schonen, und bei denen eine bestimmte Esstem-peratur nicht überschritten werden darf.
- „Ein bewachter Milchtopf kocht nie.“ Doch kaum schaut man mal nicht hin, schon steigt die Milch oben über den Rand und setzt sich unten am Topfboden fest. Um das zu vermeiden, erwärmen Sie Milch bei geringer Hitze in einem Simmertopf. Auch Pudding und Milchreis, die schnell anbrennen, können Sie so zubereiten.
Ein Simmertopf lässt sich auch gut zum Warmhalten von Speisen und zum schnellen Auftauen von Tiefkühlkost verwenden.
Lust bekommen auf geschmolzene Schokolade, luftigen Weißweinschaum oder eine edle Sabayon? Dazu bereiten Sie Eigelbe, Butter und Schokolade einfach ein Wasserbad im Simmertopf.
Oder Sie nehmen – wenn Sie keinen Simmertopf haben – eine feuerfeste Rührschüssel (z. B. aus Metall) und hängen diese in einen passenden größeren Topf. Achten Sie beim Rühren und Aufschlagen in der Schüssel darauf, dass kein Wasser hineinkommt und die Creme oder Sauce nicht zu heiß wird.
Wir empfehlen unsere köstliche Kapern-Thunfisch-Sabayon zu Pasta oder die feine Senf-Sabayon zu Lachs.
Und probieren Sie unsere leckeren Desserts, zum Beispiel den italienischen Dessert-Klassiker Zabaione, unser Dreifarbiges Mousse-Trio oder die unwiderstehlichen Schokoladentrüffel mit weißer und schwarzer Schokolade.
Für die große Runde genau das Richtige: Frische Beeren mit Weißweinschaum.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!
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