Raps gehört zur Familie der Kohlgewächse und ist mit anderen Kohlsorten verwandt. Die Rapspflanze stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum, wobei sich Wildformen in ganz Europa und auch Asien finden. Die leuchtend gelben Blüten der Rapspflanze bilden im Sommer kleine Schoten aus, in denen sich die Samen befinden. Raps wird meist im Spätsommer geerntet.
Seit dem 17. Jahrhundert wird Raps kultiviert, diente verarbeitet aber lange Zeit nur als Brennöl, Lederfett und Schmieröl für Seifen. Grund dafür war, dass Rapsöl Erucasäure enthält, die einen unangenehmen Geschmack verursacht. Erst durch Raffinieren kann dieser Stoff aus dem Öl gefiltert werden. Seit etwa 20 Jahren gibt es Rapszüchtungen, die erucasäurefrei sind („00-Raps“) – seitdem wird Rapsöl auch gerne kaltgepresst als Speiseöl eingesetzt. Mehr zu Kaltpressung und zum Raffinieren lesen Sie hier.
Nach der Ernte werden die Samen von der Schale befreit, gereinigt und getrocknet. Danach kann das Öl gepresst werden. Das hellgelbe Rapsöl wird meist raffiniert angeboten, zum Teil auch kaltgepresst – dann bringt es einen feinen, nussig-herben Geschmack mit, während raffiniertes Rapsöl sehr mild im Geschmack und geruchlos ist.
Rapsöl punktet mit Vitaminen und Mineralstoffen sowie einfach ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren.
Raffiniertes Rapsöl wird in jedem größeren Supermarkt angeboten. Kaltgepresst finden Sie es im Bioladen oder Reformhaus. Am besten lagern Sie es, wie alle Öle, kühl und dunkel – dunkelbraune oder dunkelgrüne Flaschen eignen sich übrigens besser als durchsichtige. Raffiniertes Rapsöl hält sich so gelagert bis zu einem Jahr, kaltgepresstes rund ein halbes Jahr.