Seeteufel - Lotte
Der Seeteufel, auch Lotte oder Baudroie genannt, lebt als furchteinflößend aussehender Raubfisch vor allem im Nordatlantik und im Mittelmeer, kommt aber auch im Schwarzen Meer vor. Im gleichen Verbreitungsgebiet lebt der kleinfüßige Seeteufel, dessen Bauchseite schwarz ist, und vor der amerikanischen Atlantikküste der Amerikanische Seeteufel.
Der Seeteufel gehört zu den Armflossern, die mit vergrößerten Brustflossen am Meeresboden kriechen können. Gut getarnt geht er so mit seiner „Angel“, einem verlängerten Strahl der Rückenflosse, auf Beutefang: Schnappt ein Fisch nach diesem Köder, saugt ihn der Seeteufel direkt in sein breites Maul und kann so Tiere fressen, die fast genauso groß sind wie er selbst.
Seeteufel sind platte Bodenfische von 1 bis 2 m Länge mit überproportional großem Kopf und sehr großem und breitem Maul. Die Brustflossen liegen seitlich am Körper, die Rückenflosse besteht aus einzelnen Stacheln. Mit seiner braun-rötlichen Farbe samt hellen und dunklen Flecken kann er sich dem Meeresboden gut anpassen. Die Haut ist weich und ohne Schuppen, dafür mit warzenartigen Auswüchsen besetzt.
Seeteufelfleisch – oft ist nur das Schwanzstück im Handel, teils mit, teils ohne Haut – wird das ganze Jahr über frisch wie tiefgekühlt angeboten. Da Seeteufelfleisch als Delikatesse gilt, ist er entsprechend teuer. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf Frische, denn der Fisch hält sich nicht lange.
Alles rund um die richtige Aufbewahrung von frischem Fisch lesen Sie hier.
Sein feines, sehr aromatisches und festes Fleisch eignet sich bestens zum Braten, Dünsten, Grillen und Schmoren. Außer der Wirbelsäule ist der Seeteufel so gut wie grätenfrei und lässt sich daher problemlos zubereiten. Seeteufelfleisch ist auch deshalb besonders beliebt, weil es auch nach der Zubereitung schön fest und weiß bleibt.
Wie Sie Fisch nach der 3-S-Regel vorbereiten – Säubern, Säuern, Salzen – und schonend garen, lesen Sie hier.