Die Scholle, auch Goldbutt genannt, ist der gefragteste Plattfisch. Die wichtigsten Fanggründe sind Nord- und Ostsee, zudem kommen Schollen im Nordatlantik und im Mittelmehr vor. Sie leben am Meeresboden und können die Farbe des Grundes annehmen. Bei Gefahr graben die Tiere sich ein.

Charakteristisch ist ihre flache, platte Form. Die Scholle besitzt einen hochrückigen Körper, glatte Haut mit sehr kleinen Schuppen und rote Punkte auf bräunlichem Grund. Die Körperunterseite ist weiß. Die Augen der Scholle befinden sich meist auf der rechten Körperseite und sind ausgesprochen beweglich: während das eine nach vorne schaut, kann das andere zugleich nach hinten sehen. Schollen werden bis zu 1 m lang, bleiben jedoch meist zwischen 30 und 50 cm groß und können bis zu 50 Jahre alt werden.
Scholle wird als Portionsfisch oder filetiert frisch wie tiefgekühlt angeboten. Begehrt sind vor allem junge Fische, die im Mai gefangen werden und auch Maischollen heißen. Sie sind besonders zart und passen von der Größe gut auf einen Teller. Doch auch die im Juli gefangenen Fische, die etwas besser genährt sind, gelten als Delikatesse. Frische Maischollen haben rote Kiemen und klare Augen, die Filets sind glänzend.
Alles rund um die richtige Aufbewahrung von frischem Fisch lesen Sie hier.
Die Scholle hat saftiges, zartes und relativ fettarmes weißes Fleisch mit wenigen, leicht zu entfernenden Gräten. Schollenfleisch schmeckt kräftig und lässt sich gut braten (klassisch nach „Finkenwerder Art“ mit gebratenem Speck), grillen, dünsten oder überbacken.
Wie Sie Fisch nach der 3-S-Regel vorbereiten – Säubern, Säuern, Salzen – und schonend garen, lesen Sie hier.