Fenchel
Der Fenchel stammt aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Als Varietäten des Gartenfenchels werden der süße Gewürzfenchel, der Bitterfenchel (Arzneifenchel) und der als Gemüse genutzte Knollenfenchel unterschieden. Letzterer bildet weiße längliche oder abgeflacht kugelförmige Knollen mit gerippten Blattstielen und feinem, dillähnlichem Grün. Im Sommer und Herbst kommt der Gemüsefenchel insbesondere aus heimischem Anbau in unsere Läden, das restliche Jahr werden wir aus Italien beliefert.

Fenchel enthält ätherische Öle, die ihm ein intensives Anisaroma verleihen. Außerdem liefert er Ballaststoffe, Vitamine (v. a. Vitamin C) sowie Mineralstoffe.
Qualitativ hochwertiger Fenchel besitzt eine feste Knolle und frisches, kräftiges Grün, ist leuchtend weiß bis hellgrün und duftet leicht nach Anis. Die Knollen sollten beim Kauf ohne Schadstellen sein, die Schnittstellen an den Stängeln frisch und die Blätter frisch und fedrig aussehen. Im Gemüsefach des Kühlschranks können Sie Knollenfenchel gut ein bis zwei Wochen lagern, wenn er in ein angefeuchtetes Küchentuch gewickelt wird.
Knollenfenchel kommt in der Küche roh und gegart zum Einsatz. Zur Zubereitung die Knollen waschen und putzen. Dazu unschöne Außenblätter und den Strunkansatz entfernen. Das feine Fenchelgrün können Sie nach Belieben klein gehackt zum Würzen oder für die Garnitur beiseite legen. Die Fenchelknolle längs halbieren oder vierteln und den trockenen Strunk keilförmig herausschneiden. Nun die Viertel je nach Rezept in Streifen oder für den Rohverzehr in hauchdünne Scheiben schneiden bzw. hobeln.
Fenchel wird gerne in der italienischen Küche verwendet, dort heißt er „finocchio“.
Sein süßliches Anisaroma harmoniert besonders mit zartem Fisch, schmeckt aber auch lecker zu kurz gebratenem Fleisch oder Geflügel, kräftigem Käse, Fruchtigem (Orangen, Birnen) und sahnigen Saucen.