Die Pastinake ist eine der ältesten Sammelpflanzen der eurasischen Urbevölkerung und wurde erst im 18. Jahrhundert als wichtiges Gemüse von Kartoffel und Möhre verdrängt. Während die Pastinake in England, Frankreich oder den USA ihren festen Platz in der Küche behielt, kommt sie in Deutschland erst seit einigen Jahren, vor allem in der Naturkostküche, wieder vermehrt auf den Teller.

Die weiße, spitz zulaufende Pastinake wird auch Moorwurzel oder Hammel-möhre genannt.
Die Pastinake hat einiges an Mineralstoffen (Kalium, Eisen, Zink) zu bieten und enthält ätherische Öle, die für ihren würzig-aromatischen Geschmack verantwortlich sind. Sie ist besonders gut verträglich.
Das frostharte Wintergemüse wird ab September/Oktober geerntet und in Bioläden, auf Gemüsemärkten und – seltener – in Supermärkten angeboten. Bevorzugen Sie kleine oder mittelgroße Pastinaken ohne Schadstellen. Größere Exemplare können im Kern bitter und holzig schmecken.
Frische Wurzeln sollten nach dem Einkauf ungewaschen, kühl und trocken gelagert werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich ein bis zwei Wochen.
In der Küche kann die Pastinake ähnlich wie die Möhre werden. Allerdings sind Pastinaken etwas weicher als Möhren und daher auch schneller gar. Sie können sie gekocht oder roh einsetzen. Säubern und waschen Sie die Pastinaken zunächst gründlich unter fließendem Wasser, am besten mithilfe einer Gemüsebürste. Besonders leicht schälen lassen sie sich mit einem Sparschäler.
Pastinaken schmecken sehr gut gedünstet und püriert oder überbacken aus dem Ofen. Ihr süßwürziges Aroma passt hervorragend zu dunklem Fleisch. Kleine, zarte Wurzeln sind geschält und roh gerieben eine feine Salatzutat.