Schwarzwurzel
Die Schwarzwurzel war lange Zeit vergessen und ist nun wieder häufiger auf Märkten und in Bioläden zu finden. Die langen, dunklen Wurzeln werden auch Bauern- oder Winterspargel genannt. Unter der braunschwarzen Schale verbirgt sich das weiße Fruchtfleisch. Die ursprünglich als Heilpflanze bekannte Wurzel wird erst seit dem 17. Jahrhundert als Gemüse angebaut und breitete sich vermutlich von Spanien über ganz Europa aus.
Schwarzwurzeln sind ein hochwertiges Wintergemüse, das sich vor allem durch seinen hohen Gesamtnährwert auszeichnet. Daneben bieten die schmackhaften Wurzeln Vitamin E, Eisen und Ballaststoffe inklusive Inulin, ein für Diabetiker geeignetes Kohlenhydrat.
Als Frischware kommen Schwarzwurzeln von September/Oktober bis April in unseren Handel. Importware erreicht uns vor allem aus Belgien. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die brüchigen Wurzeln keine Verletzungen aufweisen, und bevorzugen Sie dickere Exemplare, damit tun Sie sich beim Schälen leichter. Rechnen Sie mit etwa 40 Prozent Küchenabfall! Außerhalb der Saison oder wenn es mal schnell gehen soll, können Sie auf Schwarzwurzeln aus dem Glas oder auf Tiefkühlkost zurückgreifen.
Im Gemüsefach des Kühlschranks, in ein feuchtes Geschirrtuch eingewickelt, können Sie Schwarzwurzeln einige Tage aufbewahren.
So elegant wie weißer oder grüner Spargel kommen die unscheinbaren Schwarzwurzeln zwar nicht daher, doch sie machen ihrem Beinamen „Winterspargel“ in der Küche alle Ehre. Ihr festes weißes Fleisch hat einen zart nussigen, mandelartigen Geschmack. Schwarzwurzeln schmecken gekocht und gebacken, püriert als feine Cremesuppe oder auch klassisch mit Sauce Hollandaise.
Zur Zubereitung säubern Sie die Wurzeln mit einer Wurzelbürste unter fließendem Wasser und schälen sie mit einem Sparschäler. Vorsicht: Das weiße Innere der Schwarzwurzeln gibt einen klebrigen und milchigen Saft ab, der braune Flecken auf der Haut hinterlässt. Ziehen Sie sich zum Schälen am besten Gummihandschuhe an. Damit sich die Schwarzwurzeln an den Schnittstellen nicht braun verfärben, sollten Sie zügig arbeiten. Oder Sie legen die Wurzeln sofort nach dem Schälen und Kleinschneiden in kaltes Wasser mit etwas Zitronensaft und Mehl wie bei unserem Schwarzwurzel-Spinat-Gratin.
Sie können Schwarzwurzeln aber auch gut im Dämpfeinsatz garen und dann die Haut abziehen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in unseren Rezepten aus dem MAGGI KOCHSTUDIO: Probieren Sie Schwarzwurzeln mit Rucola in Senfsauce zu kurz gebratenem Fleisch und unsere Schwarzwurzelcremesuppe mit frittierter Petersilie und Chili.
Auch lecker: eine herbstliche Schwarzwurzel-Pilzcremesuppe mit Pumpernickelcroûtons oder ein kräftiges Kartoffel-Gratin mit Schwarzwurzel und Hackfleisch.