Die Selleriepflanze wurde zunächst im Mittelmeerraum kultiviert. Der Knollensellerie ist eine Varietät, die seit dem Mittelalter als Gemüse geschätzt wird. Die faustgroßen Knollen mit ihrer knorrigen, gelblich-weißen bis bräunlichen Schale kommen meist aus dem Freiland in unseren Handel. Stangensellerie (Staudensellerie, Bleichsellerie) bildet keine dicke Wurzelknolle aus, sondern lange, fleischige und gerippte Stiele mit zartem Grün. Neben dem bekannten hellgrünen Stangensellerie gibt es auch seltene gelbe Sorten.

Sellerie enthält Vitamin E, B-Vitamine, wertvolle Mineralstoffe sowie ätherische Öle, die für das würzige Aroma verantwortlich sind. Grüner Stangensellerie weist zudem reichlich Betacarotin auf.
Am preisgünstigsten sind die Sellerieknollen im Herbst, wenn das Gemüse aus heimischer Freilandproduktion Hauptsaison hat. Ergänzt wird die Produktion durch Importe, vor allem aus den Niederlanden, so dass der Knollensellerie rund ums Jahr im Handel ist. Im Frühjahr und Sommer werden kleinere Knollen samt Blättern angeboten. Stangensellerie aus deutschem Freiland kommt überwiegend von Juni/Juli bis Oktober auf den Markt. Importe erreichen uns aus Südeuropa und Israel.
Sellerieknollen werden im Ganzen oder in Stücken gehandelt. Prüfen Sie die Knollen beim Kauf auf Festigkeit, sie sollten auf Druck nicht nachgeben. Stangensellerie guter Qualität zeichnet sich durch knackige, feste Stiele und frisches Grün ohne welke Stellen aus. Im Gemüsefach des Kühlschranks können Sie Knollen- und Stangensellerie etwa eine Woche aufbewahren.
Knollensellerie ist oft Bestandteil des Suppengrüns im Bund und wird auch eingelegt im Glas (Selleriesalat) angeboten.
Zur Zubereitung die Knollen gründlich waschen und mit einem scharfen Messer die Schale abschneiden, so dass alle Verwachsungen und holzigen Stellen entfernt werden. Um aus dem rundlichen Gemüse Würfel zu schneiden, erst die Knollen in Scheiben schneiden, dann diese in Streifen und schließlich quer in Würfel. Damit sich das geschälte Gemüse nicht verfärbt, können Sie es mit Zitronensaft beträufeln. Das Laub des Selleries eignet sich klein gehackt auch als Würzkraut.
Die fleischigen Stiele des Stangenselleries werden vor dem Garen mit einem Sparschäler von harten Fasern befreit und mit einem Messer in Stücke geschnitten. Selleriestangen eignen sich auch – gewaschen, mit oder ohne Grün – hervorragend als Rohkost zum Dippen sowie in Scheiben geschnitten zur Verwendung in Salaten.
Die herb-aromatischen Knollen harmonieren mit Äpfeln und Nüssen in Rohkostsalaten (Waldorfsalat) und schmecken als klassisches Suppengemüse, aber auch püriert, überbacken oder frittiert. Die würzigen Selleriestangen werden gerne zu cremigen Dips wie unserem Zwiebeldip Meisterklasse gereicht und verleihen Gemüsesuppen, herzhaften Eintöpfen und feinen Fischgerichten ein kräftiges Aroma. Probieren Sie unsere leicht nachzukochenden Rezepte!