Zucchini
Die Zucchini ist eine Form des Gartenkürbisses (Cucurbita pepo), der ursprünglich in Mittelamerika beheimatet ist. Ihr Name stammt aus dem Italienischen: Dort heißen sie „Zucchine“, eine Verkleinerungsform von „Zucca“, dem Kürbis. Bis in die 1970er Jahre hierzulande nahezu unbekannt, gehören die „kleinen Kürbisse“ heute als beliebte Zutat der mediterranen Küche ganzjährig zum Gemüsesortiment.

Die schlanken Früchte enthalten nur etwa 19 kcal pro 100 g.
Perfekt für die leichte, gesunde Küche: Zucchini sind kalorienarm und gleichzeitig reich an Nährstoffen, darunter B-Vitamine, Vitamin C, Betacarotin (Provitamin A) sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Eisen. Sie sind gut bekömmlich und leicht verdaulich.
Zucchini zählen wie Kürbisse, Gurken und Melonen zur Familie der Kürbisgewächse. Die Früchte der schnellwüchsigen, buschigen Pflanze sind botanisch betrachtet Beeren.
Zucchini aus heimischer Ernte kommen von Juni bis Oktober auf den Markt, importiert werden sie vor allem aus Spanien, Italien, den Niederlanden und Marokko. In den Handel kommen überwiegend schmale, etwa 15 bis 20 cm lange Früchte mit dunkelgrüner, leicht gesprenkelter Schale. Seltener sind keulenförmige oder runde Sorten mit grün-gelb gestreifter, leuchtend gelber oder weißer Schale. Geschmacklich unterscheiden sich die verschiedenen Zucchinisorten kaum voneinander, das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten weiß bis hellgrün.

Zucchini werden bis in den Herbst preisgünstig aus heimischer Erzeugung und von Oktober bis Juli als Importware angeboten. Achten Sie beim Einkauf auf eine unversehrte, matt glänzende Schale und einen festen, schweren Fruchtkörper. Der typisch kantige Fruchtstiel sollte nicht angetrocknet sein. Am besten schmecken Zucchini jung und knackig. Kleine Exemplare sind besonders aromatisch, größere Exemplare ab 20 cm Länge sind weniger intensiv im Geschmack, die Schale und die Kerne sind härter.
Im Sommer werden auch fingerlange Zucchini mit Blüte an der Fruchtspitze oder einzelne Blüten angeboten. Während die weiblichen Zucchiniblüten noch an der jungen Frucht sitzen, wachsen die männlichen an langen Stielen an der Pflanze selbst. Die hübschen gelben Blüten schmecken gefüllt und frittiert oder werden als essbare Dekoration verwendet.
Gartenkürbisse wie die Zucchini werden auch als Sommerkürbisse bezeichnet. Sie werden, im Gegensatz zu den Winterkürbissen, für den Verzehr unreif geerntet und sind nur kurze Zeit lagerfähig.
Lagern Sie die kälteempfindlichen Zucchini nicht unter 7° C am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort halten sie sich bis zu einer Woche. Zucchini sollten fern von Ethylen produzierendem Obst oder Gemüse wie Äpfeln oder Tomaten aufbewahrt werden.
Beachten Sie: Schmecken Zucchini bitter, sollten Sie sie vorsichtshalber nicht verwenden. Der Grund: Vereinzelt können Zucchini Cucurbitacine enthalten, wie sie häufig in nicht essbaren Zierformen der Kürbisgewächse auftreten. Diese Bitterstoffe können Durchfall und Erbrechen auslösen. Daher Zucchini vor der Zubereitung kosten.
Zucchini haben eine dünne Schale und müssen nicht geschält werden. Sie brauchen sie nur kurz unter fließendem Wasser abzuspülen und nach dem Waschen die Spitze und den Stielansatz abzuschneiden. Zum Füllen halbieren Sie die Früchte und lösen das Fruchtfleisch mit einem scharfkantigen Teelöffel oder Kugelausstecher der Länge nach aus.
Wie Sie Zucchiniblüten füllen und frittieren, erfahren Sie hier.
In der warmen Küche schneidet man die Zucchini gerne in Scheiben oder Würfel, als Rohkost für Salate werden sie in feine Streifen geschnitten oder geraspelt und zum Dippen in lange Stifte geschnitten. Roh verzehrt haben sie ein nussartiges Aroma. Gegart vertragen die milden Zucchini geschmacksintensive Begleiter. Ob mit Fisch oder Fleisch, orientalisch gewürzt oder mit mediterranen Kräutern, ob gebraten oder geschmort, ob solo oder in Begleitung von anderem Gemüse, in der Suppe oder Soße, als Auflauf oder gefüllt – Zucchini schmecken immer wieder anders und einfach köstlich.