Chinakohl
Chinakohl stammt ursprünglich, wie der Name schon sagt, aus dem Reich der Mitte. Vermutlich ist er aus einer Kreuzung der Speiserübe und des Pak Choi entstanden. In China und anderen asiatischen Ländern wird er im großen Stil kultiviert. Doch auch hierzulande fühlt er sich heimisch: Frisch vom Feld oder aus dem Treibhaus kommt deutscher Chinakohl fast das ganze Jahr über in den Handel. Importe gelangen aus Spanien oder Israel zu uns.

Chinakohl versorgt den Körper mit Betacarotin, Folsäure, B-Vitaminen und Vitamin C, daneben enthält er Mineralstoffe und Glucosinolaten (Senföl-Glycosiden), die für den typischen Geschmack und Geruch verantwortlich sind. Weitere Pluspunkte: Anders als manch andere Kohlart ist der Chinakohl gut bekömmlich und kommt mit nur etwa 12 Kalorien pro 100 g dank seines hohen Wassergehaltes besonders schlank daher.
Der chinesische Kohl heißt auch Japankohl, stammen doch die am Markt vorherrschenden Hybridsorten aus japanischer Züchtung.
Chinakohl bildet feste ovale Köpfe aus grün-weißen bis weiß-gelben Blättern mit breiten weißen Rippen und krausen Rändern. Die Köpfe können bis zu zwei Kilo auf die Waage bringen. Seltener sind Sorten mit schmalen längeren Köpfen und etwas lockererem Blattgefüge. Chinakohl ist mild und leicht süßlich im Geschmack.
Meist wird der Chinakohl im Laden in Folie eingewickelt angeboten. Achten Sie beim Kauf besonders auf frische Blattspitzen, die äußeren Blätter sollten keine dunklen oder faulen Stellen aufweisen. Frischer Chinakohl fühlt sich knackig und fest an. Deutscher Chinakohl aus dem Freiland kommt in den Sommermonaten bis Jahresende in unsere Läden (aus Lagerbeständen bis März).
Im Gemüsefach des Kühlschranks können Sie Chinakohl eine Woche bis zehn Tage lagern, am besten locker in Folie gewickelt. So lassen sich die großen Köpfe auch nach und nach aufbrauchen. Wie andere Kohlarten sollte Chinakohl nicht in der Nähe von Ethylen produzierendem Obst oder Gemüse (Äpfel, Tomaten etc.) gelagert werden, da er sonst schneller verdirbt.
Zur Zubereitung schneiden Sie mit einem scharfen Messer den Strunk großzügig ab und entfernen die äußeren Blätter, dann den Chinakohl halbieren bzw. vierteln und von der Spitze her in dünne Streifen schneiden. Die feinen Blattspitzen können Sie sehr gut für Rohkostsalate verwenden, feine und härtere Blattteile werden gedünstet oder im Wok geschwenkt, schmecken aber auch sehr gut geschmort und gratiniert.
In der europäischen Küche blickt der Chinakohl auf eine noch junge Geschichte zurück, während er in der Asia-Küche bereits seit Jahrhunderten einen festen Platz hat.
Probieren Sie unsere Varianten aus dem MAGGI KOCHSTUDIO:
Chinakohl-Apfel-Salat mit Senfdressing
Chinakohlpfanne mit Bandnudeln
Kabeljau in Chinakohl
Chinakohlauflauf
Spätzle-Chinakohl-Pfanne
Chinakohl-Paprika-Rollbraten
Gimchi (Kimchi) wird in Korea als Beilage zu beinahe jeder Mahlzeit gereicht. Das etwas gewöhnungsbedürftig sauer, salzig und scharf schmeckende Gericht wird üblicherweise aus fermentiertem Chinakohl hergestellt, gewürzt mit Knoblauch, Ingwer, Chili und vielem anderen – je nach Region, Jahreszeit und Rezept.