Esskastanien-Maronen
Einst als „Brot der armen Leute“ verschrien, lassen sich aus Esskastanien und Maronen jede Menge feiner Gerichte zaubern. Maronen schmecken als Suppe oder zu Wildgerichten ebenso wie als Dessert. Wissenswertes zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung sowie leckere Rezeptideen hat Ihnen das MAGGI KOCHSTUDIO zusammengestellt.

Verwechseln Sie die Esskastanie nicht mit der ungenießbaren Rosskastanie: Die Esskastanie ist eine Nuss, die Rosskastanie eine Kapselfrucht.
Die Edelkastanie stammt ursprünglich aus Kleinasien bzw. vom Schwarzmeer, wo sie lange als Grundnahrungsmittel galt – in ärmeren Bevölkerungsschichten ist sie das bis heute. Maronen und Esskastanien benötigen eine gewisse Bodenbeschaffenheit und ein mildes Klima. Deswegen sind sie in Deutschland überwiegend in Weinregionen, wie beispielsweise am Bodensee oder in der Pfalz beheimatet. Erntezeit ist von September bis November.
Maronen sind streng genommen weiter gezüchtete Sorten der normalen Esskastanie. Ihre Früchte sind herzförmig und aromatischer als die typische, eher runde und kleinere Esskastanie. Im Gegensatz zu den Esskastanien lassen sich Maronen leichter schälen und werden deswegen bevorzugt in der Küche verwendet. Es gibt drei Arten der Esskastanie: Kleine Esskastanien besitzen ein weniger feines Aroma, während die größeren Maronen sehr aromatisch sind; daneben werden sog. Dauermaronen angeboten.
Esskastanien gehören zu den Nüssen. Das helle, leicht gelbliche Fleisch der Marone ist von einer Samenhaut umgeben und von einer ledrigen Schale umschlossen. Maronen enthalten viel Stärke, weshalb man sie gemahlen und mit anderem Mehl gemischt früher oft zu Brot verarbeitet hat. Zudem sind sie mit nur zwei Prozent Fett wesentlich fettärmer als andere Nüsse.
In einigen warmen Regionen Deutschlands können Maronen im Herbst in der Natur gesammelt werden. Auf Wochenmärkten oder im Supermarkt werden sie ganzjährig in verschiedenen Formen angeboten: roh, geröstet, getrocknet, in Konserven, als Püree oder glasiert. Achten Sie beim Einkauf frischer Maronen auf eine glatte und glänzende Schale.
So trennen Sie „gute“ von „schlechten“ Maronen: Legen Sie sie ins Wasser – wurmstichige Maronen schwimmen oben.
Maronen sollten möglichst rasch verarbeitet werden, damit sie nicht an Geschmack verlieren. Bei zu langer Lagerung beginnen sie außerdem zu keimen. Maronen halten sich bei Zimmertemperatur höchstens eine Woche (Dauermaronen an einem kühlen Ort bis zu drei Monate), im Kühlschrank einen Monat und eingefroren mindestens sechs Monate.
Maronen backen
Schneiden Sie die Maronenschale auf der runden Seite kreuzweise ein und legen Sie die Früchte bei 180 Grad für etwa 20 Minuten in den Backofen, bis die Schale platzt. Stellen Sie einen Topf Wasser mit in den Ofen, damit die Maronen nicht austrocknen. Nach 20 Minuten können Schale und Samenhaut vorsichtig mit den Fingern oder einem kleinen Messer von den Maronen entfernt werden.
Maronen kochen
Die angenehme Süße erhalten Maronen erst durchs Kochen. Schneiden Sie dazu die Schale an der spitz zulaufenden Seite kreuzweise ein und legen Sie die Maronen etwa 20 Minuten in kochendes Salzwasser. Schälen Sie die Maronen so heiß wie möglich – dann lösen sich Haut und Schale besonders leicht.
Maronen können auch in der Pfanne gebraten oder karamellisiert werden. Ideen zu Suppen, Saucen und Füllungen mit Maronen finden Sie unter Rezeptideen.
Die Chinesische Wasserkastanie ist nicht verwandt mit der Esskastanie. Doch auch die Wasserkastanie eignet sich sehr gut zum Kochen: Das weiße Fleisch schmeckt süßlich und wird in vielen asiatischen Gerichten verwendet.