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Was bedeutet Einkochen?

Einkochen (auch: Einmachen, Einwecken oder Eindünsten) ist eine Methode zum Haltbarmachen von Lebensmitteln, bei der diese erhitzt und in einem abgedichteten Behälter aufbewahrt werden. Das Verfahren stammt aus einer Zeit, als frisches Gemüse aus dem Supermarkt im Winter keine Selbstverständlichkeit war. Stattdessen wurde Gemüse im Garten angebaut und eingekocht.

Warum Einkochen sinnvoll ist

Einkochen hat viele Vorteile: sie ist eine der einfachsten und schnellsten Konservierungsmethoden überhaupt. Außerdem kann Eingekochtes mehr als ein Jahr lang aufbewahrt werden und schmeckt dennoch hervorragend. Viele Lebensmittel wie Zucchini, Kürbis oder Pflaumen erhalten durch das Einkochen sogar einen einzigartigen Geschmack – am bekanntesten ist wohl die Essiggurke.

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Vor dem Einkochen: Zubehör, das du brauchst

Für das Einkochen solltest du folgendes Zubehör bereitstellen:

  • Einmachgläser: Hier füllst du die Lebensmittel hinein, die du haltbar machen möchtest. Im Gegensatz zu handelsüblichen Schraubgläsern verfügen diese Gläser über einen speziellen Gummiring, der das Glas optimal abdichtet. Es gibt sie in den verschiedensten Formen – vom klassischen Zylinder bis hin zur Tulpe.
  • Einkochtopf oder großer Kochtopf: In diesem Behälter erhitzt du die befüllten Gläser. Es gibt auch Einkochautomaten, die einen eigenen Stromanschluss haben und somit nicht von einer Herdplatte abhängig sind.
  • Glasheber: Damit du dir beim Herausnehmen der Gläser aus dem Einkochtopf nicht die Finger verbrennst, solltest du einen Glasheber verwenden. Er funktioniert wie eine Zange.

Wie Einkochen funktioniert – Anleitung für Früchte & Gemüse

  1. Reinige alle Werkzeuge, Gläser, Gummiringe und Deckel, die du beim Einkochen verwendest.
  2. Bereite das Gemüse oder Obst vor, indem du Kerne und beschädigte Stellen entfernst. Größere Stücke kannst du auch vorgaren.
  3. Gib die Stücke in Gläser, die du mit einer Flüssigkeit (z.B. Salz-, Zucker- oder Essigwasser) so weit auffüllst, bis noch wenige Zentimeter bis zum Rand bleiben. Verschließe anschließend die Gläser.
  4. Lege die Gläser mit Abstand voneinander in einen Einmachtopf. Versiehe den Boden des Topfes davor mit einem Geschirrtuch oder einem Einlegerost.
  5. Gieße Wasser in den Topf bis die Gläser zu einem Drittel aus dem Wasser hervorragen.
  6. Erhitze den Topf langsam, sodass das Wasser sprudelnd kocht. Sobald das der Fall ist, lässt du die Gläser zwischen 10 und 120 Minuten im kochenden Wasser stehen. In dieser Zeit werden Mikroorganismen durch die Hitze abgetötet. Gleichzeitig dehnt sich die Luft im Glas aus. Die genaue Kochdauer hängt vom Lebensmittel ab, das du einkochst. Nähere Informationen erhältst du im nächsten Abschnitt.
  7. Lasse die Gläser 10 Minuten lang auskühlen. Dabei entsteht ein starker Unterdruck, der den Deckel auf das Glas presst und dafür sorgt, dass die enthaltenen Lebensmittel luftdicht verschlossen werden. Weil dadurch wiederum keine Mikroorganismen ins Glas eindringen können, ist ein Verderben der Lebensmittel für einige Zeit ausgeschlossen.
Tomatensauce einkochen

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Tomatensauce einkochen

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Häufig gestellte Fragen zum Thema „Lebensmittel einwecken“

Wie lange dauert das Einkochen? Welche Lebensmittel kann man einkochen? Geht Einkochen auch im Backofen? Hier beantworten wir für dich die am häufigsten gestellten Fragen zum Einwecken von Lebensmitteln.

Dauer vom Einkochen: Wie lange braucht man?

Wie lange du die Gläser im Wasser erhitzt, hängt davon ab, was in ihnen steckt. Die Dauer erstreckt sich von 10 bis 120 Minuten. Die allermeisten Obst- und Gemüsesorten benötigen bei einer Temperatur von circa 90 Grad zwischen 25 und 40 Minuten. Eine Ausnahme ist Blumenkohl, welcher rund 90 Minuten kochen sollte. Bei Fleisch sind es etwa 75 und bei Kichererbsen sogar 120 Minuten.

Welche Lebensmittel kann man einkochen?

Egal, ob Obst, Gemüse, Fleisch, Saucen, Marmelade, Aufstriche oder Kuchen – grundsätzlich kannst du fast alles einkochen. Allerdings solltest du besser keine Lebensmittel einwecken, die Mehl oder Speisestärke enthalten. Dazu zählen Suppen, Erbsen, Brot, Kartoffeln oder Nudeln.

Geht Einkochen auch im Backofen?

Eine Alternative zum Einkochen im Topf ist das Einkochen im Backofen. Stelle die Gläser bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) in eine Fettpfanne, die mit etwa 3 Zentimetern Wasser gefüllt ist. Sobald das Wasser aufhört zu köcheln, stellst du den Backofen aus und lässt die Gläser für 30 bis 40 Minuten einkochen. Anschließend musst du die Gläser auf einem Küchengitter auskühlen lassen.

Du kannst statt einer Fettpfanne auch eine Auflaufform oder Saftpfanne verwenden. In diese Formen passt mehr Wasser hinein, wodurch die Gläser gleichmäßiger erhitzt werden und der Inhalt zuverlässiger haltbar bleibt.

Kann man mit Schraubgläsern einkochen?

Zum Einwecken lassen sich gebrauchte Schraubgläser (beispielsweise von Marmeladen) sehr gut verwenden. Am besten nimmst du hier aber Gläser mit weiter Öffnung zur Hand, sodass das Einfüllen leichter fällt. Außerdem solltest du sie vorher sorgfältig geputzt oder gar sterilisiert haben. Das funktioniert zum Beispiel mit kochendem Wasser oder Dampf.

Wie lange ist Eingekochtes haltbar?

Eingekochtes Obst ist in der Regel für mindestens ein Jahr haltbar, gut verschlossen auch deutlich länger. Gemüse und Fleisch sind etwas empfindlicher, können aber auch bis zu einem Jahr gelagert werden. Grundsätzlich gilt: Sobald du feststellst, dass sich der Deckel während der Lagerung gelockert hat, solltest du das Eingekochte entsorgen. Im Idealfall ertönt beim Öffnen ein lautes Knacken oder Zischen.

Warum muss man die Gläser beim Einkochen umdrehen?

Früher war es so, dass man die heißen Gläser nach dem Einkochen auf den Kopf stellte, um Keime am Deckel abzutöten. Das ist heute nicht mehr nötig, da die Keime beim Erhitzen zuverlässig abgetötet werden. Dennoch empfehlen wir, die Gläser vor dem Einwecken mit heißem Wasser oder Dampf zu sterilisieren.

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