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Mexikanische Küche: Nationalgerichte, Spezialitäten und Leckereien aus Zentralamerika


Quizfrage: Was ist der Unterschied zwischen Tortillas, Enchiladas, Fajitas und Quesadillas? Das weißt du ganz genau? Sehr gut, dann findest du hier Rezepte, mit denen du deine mexikanischen Kochkünste noch einmal aufpeppen kannst. Du hast keine Ahnung? Noch besser! Hier lernst du nicht nur die wichtigsten Gerichte der mexikanischen Küche kennen, sondern findest auch noch jede Menge Ideen, mit denen du auch bekennende Mexiko-Fans überraschen kannst. Ganz nebenbei erfährst du auch noch, wie man ein richtig gutes Chili zubereitet.

Die mexikanische Küche ist so einzigartig und weltweit einflussreich, dass sie als immaterielles Weltkulturerbe angesehen wird. Ihre Ursprünge liegen in den Essgewohnheiten indigener Völker wie der Azteken und Maya. Noch heute gehören Mais, Bohnen und Chilis zu den essenziellen Zutaten vieler mexikanischer Rezepte. Für die Ureinwohner war Mais das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Von Mexiko aus haben sich aber auch Tomaten und Avocados in der ganzen Welt verbreitet – und natürlich die Agave (zumindest als Hauptbestandteil von Tequila). Kolonialismus und jahrhundertelange Migration prägen die mexikanische Küche, die deutliche Einflüsse aus Spanien, Frankreich, dem karibischen und arabischen Raum erkennen lässt.


Chili con Carne: Mit diesen Rezepten schmeckt der Klassiker mal ganz anders (und besser)


Es ist nicht nur die Leibspeise von TV-Lieutenant Columbo, sondern auch von Millionen Amerikanerinnen, Amerikanern und überhaupt Millionen weltweit: Chili con Carne, ein Gericht aus Fleisch und Chilis. Über die „richtigen“ Zutaten und Gewürze für ein Chili lässt sich vortrefflich streiten. Regionalspezifisch gibt es in den USA viele verschiedene Zubereitungsarten. Restaurants und Familien hüten ihr Chili-Rezept wie einen Schatz. Seinen Ursprung hat das Chili wahrscheinlich im US-Bundesstaat Texas als Gericht der Armen und Reisenden. Aber selbst das ist umstritten. Obwohl sich Chili con Carne seiner größten Popularität vermutlich in den USA erfreut, gilt es als Gericht der mexikanischen Küche, da Texas zum ehemaligen Staatgebiet Mexikos gehört.

Wie würdest du ein Chili zubereiten? Wenn du aus dem deutschsprachigen Raum kommst, denkst du dir vielleicht: Kidneybohnen, gemischtes Hack, Kreuzkümmel nicht zu knapp, viel Mais – fertig ist das perfekte Chili. Die namensgebende, wichtigste Zutat – Chili! – kommt vielen Deutschen nur in den Topf, wenn sie wirklich einmal etwas riskieren wollen. Das ist alles nicht falsch, schließlich konnten sich auch die Südstaatler nie auf ein Standardrezept einigen. Nur beim kompletten Weglassen von Chili-Schoten würden wohl Mexikaner wie Amerikaner mit Recht die Nase rümpfen.

Tatsächlich beinhalten viele traditionelle Chili con Carne-Rezepte außer Chili-Schoten kein weiteres Gemüse – auch kein Mais. In den meisten Rezepten kommen aber wenigstens diese vier Grundzutaten vor: Chilis, Hackfleisch, Tomaten, Bohnen. Gewürzt wird mit Salz, Kreuzkümmel und mexikanischem Oregano, der etwas intensiver schmeckt, als die italienische Variante. Darüber hinaus kannst du aber grenzenlos variieren und experimentieren. Du kannst das Hackfleisch durch in kleine Streifen geschnittenes Fleisch austauschen, zum Beispiel aus Geflügel, Rindersteak oder Wild. Genauso kannst du das Fleisch auch einfach weglassen, dann gibt es eben Chili sin Carne. In manchen Rezepten dient der Kaffee von gestern als flüssige Grundlage fürs Chili, manchmal wird am Ende noch mit Schokolade nachgesüßt.
Da es von Chili con Carne unzählige Varianten gibt, wird dieses prinzipiell simple Gericht garantiert nicht so schnell langweilig. Für den Anfang kannst du dich zum Beispiel an folgenden Chili con Carne-Rezepten versuchen:

  • Chili von Carne in der klassischen Variante
  • Rezept für Chicken-Chili
  • Chili con Carne-Sauce
  • Rezept für knuspriges Chili con Carne mit Linsen
  • Black Bean Chili Chicken

  • Enchilada-Rezepte: Jetzt geht’s ans Eingemachte


    Zunächst das Grundlegende: Für alle weiteren Rezeptideen brauchst du unbedingt Tortillas, ein flaches, mexikanisches Fladenbrot. Je nachdem, wie du diese belegst, füllst oder überbäckst, kommen verschiedene mexikanische Gerichte dabei herum, die alle auf ihre eigene Art sehr schnell sehr süchtig machen und sich mit verschiedenen Zutaten immer wieder neu erfinden lassen. Tortillas kriegst du in jedem Lebensmittelgeschäft. Die zu verwenden ist auch nicht verkehrt. Natürlich schmeckt hausgemacht aber immer noch am besten. Wie du selbst mexikanische Tortillas machst, erfährst du hier. Weiter geht’s mit Enchiladas.

    Enchiladas sind nach Belieben gefüllte, weiche Tortillas, die mit einer Soße übergossen und in der europäischen Variante oft gern noch überbacken werden. Für die typische Füllung kannst du Fleisch, zum Beispiel gemischtes Hack, Rind oder Geflügel verwenden. Dazu passen gebratenes Gemüse, Chilis und Käse. Auch Rührei ist als Füllung beliebt. Wie authentisch mexikanisch deine Enchiladas tatsächlich werden, hängt vor allem von der Soße ab. In der mexikanischen Küche werden die Enchiladas mit Mole serviert, einer dunklen Soße aus Chilis und Schokolade (ja, das schmeckt tatsächlich!).

    Nicht zu verwechseln sind Enchiladas mit Quesadillas, auch wenn sich hierbei ebenfalls um gefüllte Tortillas handelt. Bei Quesadillas belegst du die Tortillas mit Käse und beliebigen weiteren Zutaten. Anschließend klappst du die Tortillas einmal um und röstest sie von beiden Seiten in der Pfanne oder lässt sie im Ofen eine Weile vor sich hin backen.
    Wenn du Lust auf gefüllte Tortillas hast, empfehlen wir dir folgende Enchilada-Rezepte (lassen sich auch leicht zu Quesadillas umwandeln):


    Fajitas: In Gesellschaft schmeckt Mexikanisch am Besten


    Wenn du Familie oder Freunde in großer Runde beim Essen zusammenbringen willst – und das Dinner gern ein bisschen interaktiv gestaltest – muss es nicht immer Raclette sein. Du kannst stattdessen auch eine schöne Auswahl an unterschiedlichsten Belägen auftafeln und deine Freunde zum Fajitas-Essen einladen! Fajitas sind Tortillas zum Selbstbelegen und genau deshalb ein beliebtes Gericht in der mexikanischen Küche, wenn sich eine größere Gruppe angekündigt hat. Üblicherweise wird dafür gegrilltes oder gebratenes Fleisch vorbereitet und in Streifen geschnitten, zum Beispiel Rindersteak, Hähnchen oder Schwein. Auch beliebt sind Garnelen. Dazu reichen die Mexikaner Käse, Tomaten, Chilis und gebratenes oder rohes Gemüse.

    Mit diesen Rezepten machen Fajitas richtig Spaß:


    Ein gutes Fajita-Schlemmen steht und fällt mit den Saucen: Wir empfehlen dir, als Dips Sour Cream, Guacamole, Salsa und/oder (am besten und) Pico de Gallo (ein Gemisch aus gehackten Tomaten, Zwiebeln und Chilis) anzubieten.


    In der mexikanischen Küche immer gern gesehen: selbstgemachte Guacamole


    Hier​ findest du ein supereinfaches und köstliches Guacamole-Rezept.

    Ob du deinen Gästen einen köstlichen Fajita-Bausatz vorsetzt oder sie mit einer neuen Chili con Carne-Variante überraschst – lecker wird es garantiert! Ein Tipp zum Schluss: Halte für den Notfall eine Packung Milch im Kühlschrank bereit. Milch betäubt das Brennen im Mund sehr viel besser als Wasser, falls es jemandem zu scharf sein sollte.​​​​