Reis

Reis

Dieser körnige Genuss ist fester Bestandteil unserer Küche und dient als beliebte und leckere Beilage zu vielen tollen Gerichten​. Spätestens, wenn man aber im Supermarkt vor dem Reisregal steht, merkt man, dass Reis nicht gleich Reis ist und dass die Auswahl bei so vielen unterschiedlichen Sorten schwer fällt. Damit du also ab jetzt genau Bescheid weißt, welcher Reis sich für welches Gericht am besten eignet und was die verschiedenen Sorten eigentlich genau voneinander unterscheidet, liefern wir, vom MAGGI Kochstudio dir hier die wichtigsten Reis-Fakten!

Herkunft

Reis – für die Hälfte der Weltbevölkerung Grundnahrungsmittel Nr. 1. Asien ist mit über 95 % des Ertrages Hauptanbaugebiet und -konsument, daneben wird Reis in den USA, Norditalien sowie weiteren Ländern kultiviert. In Asien liegt auch die ursprüngliche Heimat des Süßgrases Oryza sativa, wie die Reispflanze wissenschaftlich bezeichnet wird.

Inhaltsstoffe

Reis ist ein Spelzgetreide. Von der Spelze (der Strohhülse) befreit, liefern Naturreiskörner Kohlenhydrate (Stärke), Eiweiß, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Weißer Reis ohne Randschichten und Keimling ist vor allem ein wichtiger Stärkelieferant, enthält allerdings weniger Vitamine und Mineralstoffe als Vollkornreis.

Reissorten

Die Reissorten unterscheiden sich in Geschmack, Form und kulinarischer Verwendung, in Kocheigenschaften, Klebegrad und Nährstoffgehalt. Letzterer ist bei Naturreis (Vollkornreis) besonders hoch, denn Naturreiskörner werden ungeschält gehandelt. Sie sind noch von der sogenannten Silberhaut, bestehend aus der Frucht- und Samenschale sowie der Aleuronschicht, umgeben, der Keimling bleibt intakt. Naturreis gart bissfest und schmeckt würziger als Weißreis. Weißer Reis wird dagegen vor dem abschließenden Polieren geschliffen, das heißt von den Schalenschichten und dem Keim befreit. Parboiled Reis liegt hinsichtlich des Nährstoffgehaltes zwischen Weißreis und Naturreis. Bei der Herstellung von Parboiled Reis werden die in der Silberhaut enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe durch Dampfdruck ins Korninnere gepresst, sodass ein Großteil der gesunden Inhaltsstoffe auch nach dem Schleifen erhalten bleibt.

Langkornreis gart locker und körnig, er findet als Beilage und in herzhaften Gerichten Verwendung. Zu den bekanntesten Sorten gehören der Patna-Reis als klassischer Beilagenreis zu Fisch, Fleisch oder Gemüse, und der leicht parfümierte, nussig-aromatische Basmati-Reis aus Nordindien. Jasmin-Reis ist ein leicht klebender Reis aus Thailand, der gegart blumig duftet.

Mittelkornreis kommt in Spanien gerne für Paella zum Einsatz, er liegt von der Form und seinem Garverhalten zwischen Rund- und Langkornreis. Für Risotto werden sämig kochende Sorten wie Arborio, Vialone Nano und der besonders feine Carnaroli verwendet. Rundkornreiskörner mit hohem Stärkegehalt garen außen weich und innen mit Biss. Beliebtester Rundkornreis ist bei uns der Milchreis mit kurzen breiten Körnern. Sushi-Reis, ein Rundkornreis aus Japan, eignet sich mit Reisessig gewürzt speziell fürs Sushi-Formen.

Basmati-Reis bedeutet übersetzt „der Duftende“ und gehört wie Jasminreis zu den Duftreissorten. Klebreis ist ein Mittelkorn- oder Langkornreis, dessen stärkereiche Körner beim Kochen zusammenpappen. Er wird gerne für Süßspeisen verwendet.

Neben weißem Reis gibt es auch rote und schwarze Sorten. Eine besondere Spezialität: roter Camargue-Reis mit nussigem Aroma.

Einkaufstipps

In jedem größeren Supermarkt kannst du zwischen verschiedenen Reissorten wählen. Dort gibt es neben losem Reis auch fertig portionierten Kochbeutelreis sowie Schnellkoch- oder Expressreis, der nur wenige Minuten gar ziehen muss. Wildreismischungen bestehen aus Weißreis oder Naturreis mit Wildreis vermischt. Wildreis ist allerdings kein Reis, sondern eine Wassergrasart mit schwarzbraunen reisähnlichen Samen.
Im Supermarktregal erhältst du in der Regel Reis der Kategorie Spitzenqualität, in dem sich höchstens 5 Prozent gebrochene Körner (Bruchreis) befinden. Reis in Standardqualität enthält maximal 15 Prozent, Haushaltsqualität maximal 25 Prozent Bruchreis. Im Asialaden wird Reis häufig preisgünstiger in Kilo-Säcken angeboten.

Außerdem wird Reis für zahlreiche weitere Produkte verwendet, z.B. Reismehl (glutenfrei), Reisnudeln aus Reismehl, Reispapier für Asia-Füllungen, Reiscracker und Reiswaffeln aus Puffreis zum Knabbern sowie Reiswein (Sake).

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Weißer Reis ist länger haltbar als Naturreis (mit Keimling und Randschichten). Naturreis hält sich höchstens zwölf Monate, Weißreis kann bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden. Mindesthaltbarkeitsdatum beachten und den Reis stets trocken lagern!
Gekochter, abgekühlter Reis kann in einer gut schließenden Plastikschüssel bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, vor dem Essen sorgfältig durcherhitzen!

Zubereitungstipps

> Reis quellen oder kochen?​ Hier findest du Tipps für die verschiedenen Zubereitungsarten. ​
​Wir, vom MAGGI Kochstudio, wünschen guten Appetit!

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