Schokolade

Schokolade - die süße Versuchung!

Schokolade kann man einfach nicht widerstehen. Ob Vollmilch-, Zartbitter oder weiße Schokolade, dieser süße Genuss schmeckt in vielen verschiedenen Sorten und ist in den unterschiedlichsten Variationen erhältlich. Ob mit Nüssen, Karamell, oder Kokosfüllung – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Du liebst die leckere „Schoki“ genauso wie wir in Form von Kakao zum Frühstück, als Brotaufstrich oder als leckeres Dessert? Dann werden dich diese Fakten rund um Schokolade aus dem MAGGI Kochstudio bestimmt brennend interessieren. Erfahre mehr und werde zum Schoko-Experten!

Geschichte des Kakaos

Schokolade wird aus Kakao gewonnen. Von den Mayas und Azteken wissen wir, dass sie Kakao in flüssiger Form aromatisiert mit Gewürzen wie Chili getrunken haben, wobei die Mayas ihren Kakao wohl lieber warm, die Azteken die „Cacahuatl“ lieber kalt genossen haben. Dass die wertvollen Kakaobohnen sogar als Zahlungsmittel verwendet und Kakao bei rituellen Handlungen, Festivitäten oder Opferungen gereicht wurde, zeigt, welch hohe Bedeutung er in beiden Kulturen hatte.

Herstellung von Kakaopulver und Schokolade

Der Kakaobaum gedeiht in den Tropen nördlich und südlich des Äquators: Ein Großteil des Rohkakaos wird heute an der Elfenbeinküste angebaut, große Mengen kommen auch aus Ghana, Nigeria und Kamerun, aus Indonesien sowie aus Brasilien und Ekuador.

Kakaobohnen sind die Samen der Kakaofrucht. Nach der Ernte der Kakaofrüchte wird das Fruchtfleisch mit den Samen aus der Schale gelöst und für die Fermentation mehrere Tage zwischen Bananenblättern gelagert. Dabei löst sich das feuchte Fruchtfleisch auf, die Bohnen sterben ab und sind nun dunkler und milder im Geschmack. Die fermentierten Bohnen werden zur Schokolade- oder Kakaopulverherstellung geröstet und durch starke Walzen gebrochen, so dass sich die Schalenteile lösen.
Der übrige Kakaobruch wird fein zermahlen; dabei schmilzt das Fett, die Kakaobutter, und aus dem Kakaobruch wird eine dickflüssige braune Kakaomasse.
Kakaopulver wird durch das Pressen der erwärmten Kakaomasse gewonnen, wobei sich die goldklare Kakaobutter herauslöst. Der übrige Kakaopresskuchen wird zu feinem Kakaopulver gemahlen.

Zur Herstellung von Schokolade wird der Kakaomasse je nach Sorte Zucker, Milch- oder Sahnepulver, zusätzliche Kakaobutter, eventuell Vanillin oder echte Vanille und der Emulgator Lecithin beigemengt. Diese knetfähige Masse wird hauchdünn gewalzt, erwärmt und gerührt, bis die Masse glatt und flüssig ist. Dann wird sie in Hohl- oder Tafelformen gegossen oder zum Umhüllen von Schokoriegeln bzw. Pralinen verwendet.

Schokoladen- und Kakaosorten

Die verschiedenen Schokoladensorten unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich ihres Kakaogehaltes, der Geschmack, Konsistenz und Farbe beeinflusst. So enthält mild-sahnige Milchschokolade nur 25 % Kakaotrockenmasse, hart-herbe Bitterschokolade dagegen mindestens 60 %. Weiße Schokolade bildet eine Ausnahme: Sie enthält keine Kakaotrockenmasse, dafür umso mehr Kakaobutter. Edel-, Zart- und Bitterschokolade werden ohne Zugabe von Milch hergestellt, genauso wie Schokoladenkuvertüre, die zum Überziehen von Gebäck verwendet wird. Kuvertüre enthält mehr Kakaobutter als Schokolade und lässt sich dadurch leichter verflüssigen und verarbeiten.

Und auch Kakao ist nicht gleich Kakao: Je nachdem, wie viel Kakaobutter bei der Herstellung abgepresst wurde, kommt der Kakao als schwach entöltes Kakaopulver (mind. 20 % Kakaobutter) oder fettarmes, stark entöltes Kakaopulver in den Supermarkt. Fettarmes Kakaopulver schmeckt etwas herber. Mit Zucker versetzt werden Trinkschokoladenpulver (mind. 25 % Kakaopulver) und Schokoladenpulver (mind. 32 % Kakaopulver) angeboten. Ganz oben in der Käufergunst stehen jedoch die kakaohaltigen Getränkepulver, zuckerhaltige Instant-Produkte, die sich im Gegensatz zu purem Kakaopulver einfach in kalter oder warmer Milch auflösen lassen – ohne Aufkochen und Verklumpen!

Einkauf und Aufbewahrung

Das Sortiment an Schokoriegeln, Trinkschokoladen und Schokoladentafeln ist so vielfältig wie der Geschmack der Kunden. Für eine feine Edelschokolade lohnt sich der Gang ins Feinkost- oder Schokoladengeschäft. Blockschokolade, Kuvertüre und Schokostreusel oder -flocken finden sich in der Backwarenabteilung im Supermarkt.

Bei Zimmertemperatur entfaltet Schokolade ihr volles Aroma, gelagert wird sie am besten kühl und trocken. Beim Kauf solltest du unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.
Angebrochene Schokolade vor Fremdgerüchen geschützt gut eingepackt aufbewahren. Kakao lagert am besten in fest verschließbaren Dosen. So hält er sich etwa ein Jahr, Instant-Pulver auch länger. ​


Qualitativ einwandfreie Schokolade erkennst du an ihrem seidigen Glanz. Ist die Schokolade matt und mit einem weißlich-grauen Film überzogen, wurde sie wahrscheinlich zu warm gelagert oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Beim Brechen eines frischen Riegels ist ein Knacken zu hören (bei dunkler Schokolade klarer als bei Milchschokolade). Die Bruchkante sollte fast glatt und glänzend sein.

Verwendung von Schokolade

Zart- und edelbittere Schokoladen geben Pralinen einen stabilen Überzug und lassen sich in kleinen Mengen auch zum Aromatisieren von pikanten Soßen verwenden. Weicher und empfindlicher beim Erhitzen sind Milch- und Vollmilchschokoladen. Sie eignen sich sehr gut für Füllungen. Dunkle Kuchen und Pralinen können besonders schön mit weißer Schokolade verziert werden.


Wir, vom MAGGI Kochstudio, wünschen guten Appetit! ​

Zubereitungstipps

> Schmelzen von Schokolade

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