Tomate

Die Tomate: Herkunft, Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

​​Sonnengereifte Tomaten verleihen unzähligen Gerichten ein inten​sives Aroma und eine sommerlich fruchtige Geschmacksnote. Die Frage, ob die Tomate Obst oder Gemüse ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Fest steht, dass sie in ihren Heimatländern auf eine lange Geschichte der Verwendung zurückblickt. Im Folgenden verraten wir Dir, was die Tomate zu einem besonders wertvollen Lebensmittel macht und geben Dir viele Tipps, wie Du sie in Deiner Küche am besten verwendest.​​

Botanische Zuordnung, Herkunft und Verbreitung von Tomaten

Tomaten zählen zu der arten- und gattungsreichen Familie der Nachtschattengewächse, der viele heute weltweit verbreitete Nahrungs-, Zier​- und Heilpflanzen angehören. Unter den beliebten Nahrungspflanzen werden auch Kartoffeln, Chilis, Paprika, Auberginen oder Heidelbeeren den Nachtschattengewächsen zugeordnet. Ob die Tomate Obst oder Gemüse ist, kann aus botanischer Sicht nicht eindeutig definiert werden. Da sie sich als Frucht aus der bestäubten Blüte entwickelt, ist die Tomate als Obst einzuordnen. Sie ist jedoch gleichzeitig wie die meisten Gemüsepflanzen einjährig und wird daher korrekt als "Fruchtgemüse" bezeichnet.
 
Die Tomate stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo sie schon den Azteken als wichtiges Nahrungsmittel diente. Mit den spanischen Seefahrern gelangte sie im 15. Jahrhundert nach Europa, wo sie zunächst als begehrte Zierpflanze in den Gärten adeliger Herrschaftssitze kultiviert wurde. Ab dem 18. Jahrhundert gewann sie zunächst im Mittelmeerraum zunehmend als Küchenzutat an Bedeutung. In Mitteleuropa stieg die Nachfrage nach Tomaten ab dem frühen 20. Jahrhundert kontinuierlich. Heute stammen in Deutschland handelsübliche Tomaten vorwiegend aus spanischer, italienischer, griechischer und niederländischer Landwirtschaft.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Tomate

Ganz gleich, ob die Tomate Obst oder Gemüse ist, sie trägt aufgrund ihrer Inhaltstoffe wesentlich zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Durch ihren hohen Wassergehalt von fast 95 Prozent ist sie kalorienarm, enthält jedoch wertvolle Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium und andere Mineralstoffe, Fruchtsäuren und Lycopin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verleiht der Tomate als Obst ihre leuchtend rote Farbe. Lycopin wirkt im menschlichen Körper als Antioxidans und entfaltet daher zellschützende Eigenschaften, indem es freie Radikale neutralisiert.​

Kleine Tomatensorten-Übersicht

- Strauchtomaten
- Kirsch-, Cocktail- oder Cherrytomaten
- Fleischtomaten
- Eiertomaten, auch Pflaumentomaten genannt
- Rundtomaten 

Diese Tomatensorten-Übersicht umfasst die beliebtesten Arten, die im Handel abhängig von den Zuchtvarianten in verschiedenen Größen und Farben angeboten werden. Strauchtomaten und Kirschtomaten finden aufgrund ihres intensiven Aromas überwiegend als Salatzutat Verwendung. Die länglich-ovalen Eiertomaten und großen Fleischtomaten eignen sich aufgrund ihres hohen Fruchtfleischanteils ideal für die Zubereitung von Eintöpfen, Saucen und Salsas sowie als Belag für Pizzen und gebackene Brote wie Crostinis und Bruschette. Mit ihrem leicht säuerlich herben Geschmack und ihrer festen Struktur finden Rundtomaten vielfältige Verwendung in der kalten und warmen Küche. 

Einkaufstipps - Tomaten richtig auswählen

​Durch den Anbau in Glashäusern ist die Tomate als Obst oder Gemüse heute in vielen Variationen das ganze Jahr über erhältlich. Besonders aromatisch schmecken jedoch sonnengereifte Früchte aus Freiland-Kultur. Daher solltest Du die Tomate als saisonales Obst vor allem in den Sommermonaten und im Frühherbst genießen. Vom Juli bis Oktober entfaltet die Tomate als Obst ihre süßlich fruchtigen Aromen, besitzt ein saftiges Fruchtfleisch und duftet intensiv nach ihrem charakteristisch grasartigen Geruch. Achte beim Kauf immer auf eine pralle Haut. Schrumpelige Tomaten sind zwar durchaus genießbar, müssen jedoch schnell verarbeitet werden. Zum richtigen Zeitpunkt verzehrte leicht schrumpelige Tomaten entfalten sogar ein besonders süßes und intensives Aroma.​​

Tipps für die richtige Lagerung

​- Tomaten nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur lagern​

- Tomaten werden im Kühlschrank aufgrund der Kälteeinwirkung schnell hart und verlieren wertvolle Aromastoffe

- Nur in pürierter Form einfrieren

- Unreifes Obst kann bei Zimmertemperatur an einem gut durchlüfteten Ort nachreifen​

Tomaten und ihre Haltbarkeit

In frischer Qualität besitzen Früchte, die nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, eine Haltbarkeit von bis zu zwei Wochen. Auch schrumpelige Tomaten lassen sich noch wunderbar zu Saucen, Suppen und Eintöpfen verarbeiten. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass sie im überreifen Zustand Ethylen freisetzen, das auch anderes Obst oder Gemüse schneller reifen lässt.​

Sind grüne Tomaten und Stielansatz giftig?

Als unreifes, grünes Obst enthält die Tomate den Inhaltsstoff Solanin, der im menschlichen Körper toxische Eigenschaften entfaltet. Solanin kann in höheren Dosen Magen-Darm-Beschwerden und Nierenfunktionsstörungen auslösen. Der Giftstoff ist auch in den grünen Pflanzenteilen enthalten. Daher solltest Du den Stielansatz vor dem Verzehr immer wegschneiden. ​

Zubereitungstipps und schmackhafte Rezepte rund um die Tomate

Haben wir Deine Lust auf aromatische Gerichte mit dem leuchtend roten Fruchtgemüse geweckt? Mit einer schnell zubereiteten Tomatensuppe genießt du unkompliziertes mediterranes Flair.
Unsere Tomaten-Mozzarella-Suppe ist herrlich leicht und gleichzeitig sättigend.

Unsere Bruschette sind die ideale Vorspeise für ein mediterranes Sommermenü, lassen sich aber auch als Snack oder leichtes Lunch genießen.

Außerdem haben wir für dich viele weitere hilfreiche Zubereitungstipps rund um das aromatische Obst oder Gemüse aus den sonnenverwöhnten Regionen des Mittelmeerraums zusammengestellt.

Wir vom MAGGI Kochstudio wünschen Dir gutes Gelingen und guten Appetit!​​

Wähle deinen Druck:
Drucken mit BildDrucken ohne Bild

Rezeptempfehlungen