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Die Italiener haben Ihre Gnocchi und wir im Süden Deutschlands haben unsere Schupfnudeln! Du wirst sehen: Selbstgemachte Schupfnudeln sind wirklich nicht mit den Fertig-Schupfnudeln aus dem Supermarkt vergleichbar! Obwohl sie sehr beliebt sind, trauen sich nur die wenigsten daran, Schupfnudeln auch mal selbst zu machen. Aber eigentlich ist es gar nicht so aufwändig oder schwer, wenn man weiß, worauf es dabei ankommt! Und besonders viele Zutaten oder Kochutensilien brauchst du dazu auch nicht: Das meiste davon hat sowieso schon jeder im Haus!

Hier in unserem Kochgratgeber zeigen wir dir ein einfaches und altbewährtes Schupfnudel-Grundrezept und verraten dir Tipps und Tricks, die dir beim Schupfnudeln zubereiten helfen sollen!

Inhaltsverzeichnis​​​​

Aus was bestehen Schupfnudeln?

Schupfnudeln gibt es hauptsächlich in Süddeutschland und Österreich und sie bestehen aus einem Teig, der aus Kartoffeln, Mehl und Ei zusammengeknetet wird. Daraus werden dann die fingerförmigen Kartoffelnudeln geformt, die in der Mitte dicker und an den Enden dünner und spitz zulaufend sind. Es gibt sie in verschiedenen Größen und unterschiedlich dicken Variationen.

Der Schupfnudel-Teig ist ein „halb und halb-Teig“, das heißt, dass er teils aus Kartoffeln und teils aus Mehl besteht. Angeblich geht die Erfindung der Schupfnudeln auf die Sparsamkeit der Schwaben zurück, die in früheren Zeiten das teure und rare Mehl für Nudel-Rezepte einfach zum Teil durch Kartoffeln ersetzt haben sollen. Tja, Not macht ja bekanntlich erfinderisch: das ist besonders toll, wenn dabei so leckere kulinarische Ergebnisse herauskommen!

Schupfnudelpfanne mit Pfifferlingen, Speck und Frühling

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Schupfnudelpfanne mit Pfifferlingen, Speck und Frühling

 

 

In der Pfifferlingssaison bis Ende Oktober machen sich die Pilze in Kombination mit Speck und Frühlingszwiebeln in dieser Schupfnudelpfanne ganz besonders gut. Zu jeder andere Jahreszeit kannst du aber auch Champignons oder eine andere Pilzsorte verwenden.

Schupfnudeln zubereiten: So geht’s am besten

Gleich vorneweg: Das Gelingen des Schupfnudel-Grundrezepts steht und fällt mit den Kartoffeln, die du dabei verwendest! Und wichtig ist dabei vor allem, dass die Kartoffeln:

  1. viel Stärke
  2. und wenig Wasser enthalten.

Nur mit diesen beiden Eigenschaften lässt sich ein wirklich fluffiger und gut zu verarbeitender Kartoffelteig herstellen. Genau aus diesem Grund benötigst du für selbstgemachte Schupfnudeln unbedingt mehligkochende Kartoffeln, da diese Sorten wesentlich mehr Stärke enthalten.

Und: Je älter die Kartoffeln, umso weniger Wasser enthalten sie! Das wiederum ist wichtig, damit du beim Teig nicht so viel Mehl verwenden musst, um die Feuchtigkeit zu binden und damit deine Schupfnudeln am Ende lecker kartoffelig (und nicht so sehr nach Mehl) schmecken. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass viele schwäbische Omas in ihren Schupfnudel-Rezepten auf die Verwendung von bereits am Vortag gekochten Kartoffeln schwören! Zudem saugen kalte Kartoffeln auch weniger Mehl auf als warme!

Wobei wir gleich auch schon beim nächsten wichtigen Punkt wären, den es zu beachten gilt: Die Kartoffeln für den Schupfnudel-Teig solltest du am besten immer mit der Schale kochen! Dadurch nehmen sie beim Kochen weniger Wasser auf und behalten außerdem mehr Nährstoffe!

Ein weiterer wichtiger Handgriff ist das Zerkleinern der gekochten Kartoffeln für deinen Schupfnudel-Teig: Dazu kannst du die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. Wenn du keine besitzt, dann kannst du sie aber auch mit dem Kartoffelstampfer zerstampfen, mit der Gabel oder dem Fleischklopfer zerkleinern oder ganz fein reiben. Was du aber auf gar keinen Fall ausprobieren solltest, ist, sie mit dem Mixer oder Pürierstab zu malträtieren! Dabei werden nämlich die Stärkemoleküle in der Kartoffel zerstört und alles wird zu einem klebrigen, feuchten Brei, der sich dann leider gar nicht mehr für einen Teig eignet!

Beim Vermengen, Kneten und Formen des Teiges solltest du dich dann auch ein bisschen beeilen, denn je länger er geknetet und bearbeitet wird, um so klebriger wird er und du musst immer mehr Mehl dazu geben, damit es irgendwie noch funktioniert. Durch das viele Mehl werden deine Schupfnudeln aber fester und nicht so luftig-kartoffelig, wie sie eigentlich sein sollen!

Schupfnudeln selbst machen: Das Grundrezept

Du brauchst dazu nur:

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • 125 g Mehl
  • 1 Ei
  • Salz
  • Muskat

Und so geht’s:

  1. Koche die Kartoffeln in der Schale (am besten schon am Vortag!).
  2. Schäle die Kartoffeln und drücke sie durch die Kartoffelpresse oder zerkleinere sie auf andere Art.
  3. Knete sie mit den restlichen Zutaten zügig zu einem Teig.
  4. Forme sie auf einem gut bemehlten Brett mit gut bemehlten Händen zu fingerdicken Würstchen und setzte sie anschließend auf eine gut bemehlte Unterlage.
  5. Bringe Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen.
  6. Gib die Schupfnudeln hinein!
  7. Drehe die Temperatur zurück und lasse die Schupfnudeln nur ganz leicht sieden.
  8. Warte, bis sie an die Oberfläche schwimmen.
  9. Nimm sie mit einem Schaumlöffel heraus und lasse sie abtropfen.
  10. Danach am besten in einer Pfanne in Butter goldgelb braten oder im Ofen zubereiten!

 

Schupfnudel-Rezepte: lecker auf Schwäbisch

Entdecke die original süddeutschen Schupfnudeln als leckere Beilage oder in deftigen Schupfnudelpfannen als Hauptspeise!

Tipp: Du kannst auch einfach die doppelte Menge davon zubereiten und die Hälfte der Schupfnudeln einfrieren. Dann hast Du beim nächsten Mal weniger Arbeit und Zeitaufwand! Fertige Schupfnudeln lassen sich auch gut ein paar Tage im Kühlschrank lagern.

Kartoffeln werden auf Holzbrett geschnitten

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