Content Editor

Crêpes, Bouillabaisse, Coq au Vin – so isst Frankeich


Kein Land ist so berühmt für seine Küche wie Frankreich. Große Namen wie Auguste Escoffier und Marie-Antoine Careme etablierten die Haute Cuisine. Bis heute steht sie für die höchste Art der Speisenzubereitung. Paul Bocuse bereitete der Nouvelle Cuisine den Weg und gilt als einer der besten Köche des 20. Jahrhunderts. Alle hatten eins gemein: Sie lebten in einem Land voller regionaler Spezialitäten und Zutaten. Die Normandie ist Heimat des Calvados, Camembert und der – so heißt es – besten Butter der Welt. In der benachbarten Bretagne findest du die berühmten Salzlämmer, Austern und Hummer. Auch die Crêpes und Galettes kommen von hier. In der Champagne reift der Champagner, das Périgord liefert Gänse sowie Trüffel und ist Heimat der berühmten Gänsestopfleber Fois Gras. In der Provence bekommst du viele Kräuter und Lavendel. Die Bourgogne beheimatet viele bekannte Rot- und Weißweinsorten. Naheliegend, dass das bekannte französische Rezept Coq au Vin auch von hier stammt. Du siehst, Frankreichs Köche können aus dem Vollen schöpfen, wenn es darum geht, neue Speisen und Rezepte zu zaubern. Kein Wunder also, dass Paris über 100 Sternerestaurants beherbergt. Wir machen dich zwar nicht zum Sternekoch, aber zeigen dir wie du die bekanntesten französischen Gerichte bei dir Zuhause zauberst.


Bouillabaisse – Aromatische Fischsuppe aus Marseille


Wenn du auf Fisch und Meeresfrüchte stehst, ist diese südfranzösische Suppe genau das Richtige für dich. Bouillabaisse ist ein regionaler Klassiker und kann sowohl als Suppe, als auch als reichhaltiger Eintopf serviert werden. Bis z​u neun Fischarten werden hierfür verwendet und zusätzlich kommen noch Langusten, Garnen und Muscheln in den Topf. Wichtig bei der Zubereitung ist, dass du die Fische in der Reihenfolge ihrer Garzeit hinzugibst, damit dir nichts verkocht oder noch nicht gar ist. Gereicht wird zur Bouillabaisse traditionell Baguette und eine Rouille, das ist eine scharfe, mayonnaiseartige Knoblauchsauce. Probiere gleich unsere Bouillabaisse mit Safran und Fisch und erlebe den Geschmack Südfrankreichs.


Coq au Vin – Klassiker der französischen Landhausküche


Der „Hahn in Wein“ zählt zu den französischen Nationalgerichten und jede Region hat ihre eigene Zubereitungsart. Das traditionelle Rezept ist Coq au Vin de Bourgogne, aber es gibt auch Coq au Vin à la Jurassiene, à la Quercynoise, d‘Auvergne oder au Riesling. Da das Fleisch eines Hahnes kräftiger und trockener als das eines Huhnes ist, ist die Zubereitungsart in Wein gut geeignet. Mit unserem Rezept für klassischen Coq au Vin holst du dir die feine Küche der Bourgogne nach Hause.


Flammkuchen und Quiche Lorraine – frisch aus dem Ofen


Die beiden französischen Spezialitäten sind einfach im Backofen zuzubereiten und sind ideal für kleine Feiern ohne viel Geschirr und Besteck. Der Flammkuchen aus dem Elsass ist inzwischen fester Bestandteil jedes Stadtfestes und Weihnachtsmarkts. Seinen Namen hat der Flammkuchen von der Art der Zubereitung. Ein sehr dünner Boden – traditionell mit Zwiebeln, Speck und Sauerrahm belegt – wurde noch vor dem Brot in den heißen Holzofen geschoben. Oftmals waren die Flammen noch nicht völlig ausgegangen, daher auch der Name: flambierter Kuchen. Den Flammkuchen gibt es in vielen Variationen: mit Lauch und Käse, Feigen und Nüssen oder aber süß mit Äpfeln und Birnen. Wir haben für dich zwei Rezeptvorschläge herausgesucht. Einmal ganz traditionell Elsässer Art und zum anderen ein vegetarischer Kürbis-Flammkuchen mit Walnüssen.

Eine ebenfalls sehr beliebte Spezialität der französischen Küche ist die Quiche Lorraine. Das Gericht aus dem Raum Lothringen ist eine Art Specktorte und besteht aus einem herzhaften Mürbeteig mit einer kräftig gewürzten Füllung aus Speck und Käse. Ein einfaches Rezept für Quiche Lorraine findest du in unserer Rezeptsammlung.


Französische Desserts – Mousse au Chocolat, Crèmes und Crêpes


Neben Wein und Käse ist die französische Küche auch berühmt für seine aufwendigen Desserts und raffinierten Süßspeisen. Leckere Éclairs, Baisers und Tartes bekommst du in jeder Patisserie in Hülle und Fülle. Aber auch für Crèmes und Mousse ist Frankreich bekannt. Wie wäre es also mit einer klassischen Mousse au Chocolat als Dessert? Mit diesem Nachtisch liegst du immer richtig und er ist ruck zuck aufgegessen. Etwas ausgefallener und anspruchsvoller ist eine Crème Brûlée. Die „gebrannte Creme“ besteht aus Eigelb, Sahne und Zucker, die im Wasserbad langsam gestockt wird. Das kannst du ganz einfach im Backofen bewerkstelligen. Aromatisiert wird die Crème mit Vanille, Zimt, Zitronenschale oder Ingwer. Unverzichtbar ist auch die Karamellkruste, die mit Zucker und einem kleinen Handgasbrenner gemacht wird. Versuche unser Rezept für eine Crème Brûlée mit Zitronengras mit dem gewissen Etwas an Exotik. Wenn du keine Milchprodukte verträgst oder bewusst nicht verwendest, dann versuche doch unsere vegane Mandel-Crème Brûlée mit karamellisierten Zwetschgen. Ein Dauerbrenner unter den französischen Desserts ist aber die Crêpe. Crêpes sind in ganz Frankreich ein beliebter Imbiss. Ob mit Zimt und Zucker, Nuss-Nougat-Creme oder einfach mit Butter – es schmeckt einfach immer. Als Dessert wird die Crêpe gerne als Crêpe Suzette serviert: in Orangensaft getränkt und mit Orangenlikör flambiert. In Frankreich weiß man es einfach zu leben! Damit auch du in den Genuss des Savoir-vivre kommst, solltest du unbedingt unser Crêpe-Rezept mit Eis und Vanillesahne​ probieren. Auch bei Kindern ein garantierter Erfolg! Oder aber versuche Kardamom Kirschen auf Crêpes mit Chili-Sahne​. Egal für welche Variante du dich entscheidest, du wirst dich fühlen wie Gott in Frankreich.​​

​​