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Inhaltsverzeichnis​​​​

Planung, Einkauf und Vorbereitung

Vor dem Gang zum Metzger sollte man zunächst ausrechnen, wie viel Fleisch benötigt wird. Bei großen Braten rechnet man mit ca. 200 Gramm Rohgewicht pro Portion. Für eine Gruppe von 4-6 Gästen plant man somit ungefähr 1 - 1,5 kg Rindfleisch ein. Vermeide am besten die Zubereitung von kleinen Braten und plane lieber etwas mehr ein, denn kalte Bratenreste schmecken auch am nächsten Tag.

Wenn man Rinderbraten zubereiten möchte, unterscheidet man zunächst zwischen Schmorbraten und Braten. Ein Schmorbraten wird in Flüssigkeit gegart, während ein Braten ganz ohne Flüssigkeit gegart wird.

Wichtig ist, dass man auf gute Qualität, und somit auf Farbe, Fettanteil und Marmorierung achtet. Rindfleisch sollte am besten matt, gut marmoriert und dunkelrot sein. Man sollte den Rinderbraten rechtzeitig beim Metzger bestellen, denn nur wenn das Fleisch gut abgehangen ist, ist es auch besonders zart. Für einen Rinderbraten ist u.a. ein Stück aus der Keule (z.B. Hüfte, Nuss und Unterschale) gut geeignet.

Die klassische Zubereitung

Schritt 1

Das Fleisch wird nach Geschmack rundherum (z.B. mit Salz und Pfeffer) gewürzt und anschließend in einem Bräter (ovale, größere Pfanne mit hohem Rand und Deckel, die man zum Braten und Schmoren benutzt) auf höchster Stufe kurz scharf angebraten. Dadurch bildet sich eine schöne Kruste und Röstaromen. Außerdem wird so verhindert, dass der Braten zu viel Fleischsaft verliert und trocken wird.
Tipp: Fleisch vor dem Anbraten kurz in kochendes Wasser tauchen. So schließen sich die Kapillaren, der Fleischsaft tritt beim Braten nicht aus, das Fleisch wird saftiger und zarter.

Schritt 2

Nach dem Anbraten positioniert man den Rinderbraten auf dem Rost über einem Backblech, damit nichts auf den Ofen tropfen kann. Am besten gelingt er mit Ober-/ Unterhitze bei 160-180 Grad - Heißluft geht aber auch. Das Backblech mit dem Braten sollte auf die mittlere Schiene geschoben werden. Das Fleisch sollte nun 2-3 Stunden im Ofen garen.

Schritt 3

Während des Garens wird der Braten immer wieder mit Flüssigkeit (z.B. Fond) oder dem austretenden Fleischsaft übergossen. Idealerweise drei Mal. Woher weiß man, wann der Braten innen den perfekten Garzustand erreicht hat? Wer auf Nummer sicher gehen will, kommt um die Anschaffung eines Bratenthermometers nicht umhin. Das Bratenthermometer wird in die dickste Stelle des Fleischs gesteckt und misst dort die Kerntemperatur. So kann man ganz bequem ablesen, wann der Braten die gewünschte Garstufe erreicht hat. Für einen perfekten Rinderbraten sind das etwa 65-75 Grad, je nachdem, ob man das Fleisch lieber rosa oder durch mag.

Zubereitung Schmorbraten

Ein Schmorbraten wird in einem Bräter mit Flüssigkeit langsam geschmort. Das gelingt auf dem Herd oder im Backofen.

Schritt 1

Gemüse, wie Zwiebeln, Möhren und Porree grob würfeln. Das Gemüse kann man je nach Geschmack variieren. Es eignen sich Klassiker wie Möhren und Zwiebeln genauso gut wie Wirsing, Kartoffeln, Erbsen oder sogar Äpfel.

Schritt 2

Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend in einem Bräter mit Butter oder Öl ca. 2-3 Minuten rundherum anbraten. Es darf ruhig braun werden und Röstaromen entwickeln.

Schritt 3

Ist das Fleisch durch das Anbraten schön gebräunt, wird es aus dem Bräter herausgenommen und beiseite gestellt.

Schritt 4

Nun wird das Gemüse im verbliebenen Bratfett ca. 2 Minuten angebraten, bevor es mit Flüssigkeit (z.B. Wasser, Wein oder Fond) abgelöscht wird. Welcher Wein eignet sich am besten zum Ablöschen des Gemüses und Fleisches? Ganz klar – Rotwein! Röstaromen harmonieren besonders gut mit kräftigem Rotwein, wie einem Merlot oder Cabernet Sauvignon. Das Fleisch wird wieder in den Bräter gegeben und mit Wein oder dunklem Fond übergossen. Beim Schmoren ist es wichtig, dass man nicht zu viel und nicht zu wenig Flüssigkeit in den Bräter gibt. Das Fleisch sollte im Idealfall zu einem Drittel oder bis zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen. Zu viel Flüssigkeit laugt das Fleisch nämlich aus und es wird trocken. Anschließend lässt man das Fleisch bei niedriger Hitze (ca. 170 Grad) 1,5-2 Stunden schmoren. Gelegentlich sollte man den Schmorbraten wenden.

Tipp: Für das Wenden des Fleisches keine Gabel verwenden, da durch die Einstechlöcher der Fleischsaft entweicht und so das Fleisch trocken werden könnte.

Wann ist der Braten gar?

Eine grobe Faustregel besagt: ca. 10 Min. Bratzeit pro Zentimeter. Ist das Fleischstück flach, ist die Garzeit somit geringer als bei einem dickeren Fleischstück. Bei 200°C Ober-/Unterhitze (170°C Umluft) kann man sich an folgenden Zeiten orientieren:

​Fleischstück

Fleischtemperatur in °C

1 kg

2 kg

3 kg

Rinderbraten, durch

75-80

100-120 Min.

120-130 Min.

130-140 Min.

Rinderbraten, rosa

60-65

45-55 Min.

55-60 Min.

60-65 Min.

Roastbeef, rosa

55-60

45-55 Min.

55-60 Min.

60-65 Min.

Bei 200°C Ober-/Unterhitze (170°C Umluft) benötigt ein Schmorbraten ca. 1,5-2 Stunden zum Garen. Dabei ist Größe des Fleischstücks entscheidend. Nachdem die Schmorzeit abgelaufen ist, sollte man jedoch unbedingt die Kerntemperatur prüfen. Wenn das Fleisch die gewünschte Temperatur hat (siehe Tabelle oben), sollte man es aus dem Ofen nehmen, mit Alufolie abdecken und 10-20 Minuten ruhen lassen. Der Saft verteilt sich währenddessen schön gleichmäßig im Fleisch.

Schon gewusst?

  • Wenn man den Braten vor dem Aufschneiden ca. 10 Minuten in Alufolie ruhen lässt, verteilen sich die Säfte selbstständig im Bratenstück.
  • Beim Aufschneiden sollte man dann unbedingt darauf achten, dass das Fleisch quer zur Faser geschnitten wird. Einen Braten retten, der zäh geworden ist? Kein Problem! Dazu schneidet man das Fleisch einfach in Scheiben und lässt es für weitere 20-30 Minuten in der Sauce köcheln.
  • Jetzt fehlt nur noch die perfekte Bratensauce! Beim Schmorbraten ist der Schmorfond eine ideale Grundlage für eine Sauce. Am Ende der Garzeit einfach das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Dann wird der Schmorfond eingekocht, abgeschmeckt und gebunden.
  • Beim Braten kann man ganz einfach die Röststoffe vom Blech mit etwas Flüssigkeit lösen. In einen Topf umfüllen, Wasser, Wein oder Fond zugeben, abschmecken und binden. Et voilà, schon haben wir ein saftiges Resultat, das sich zeigen lassen kann, und das beim nächsten Sonntagsessen bestimmt überzeugt.

Das MAGGI Kochstudio wünscht viel Erfolg und guten Appetit!

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