Maggi Kochwissen Honig

Honig

Der Honig im Porträt - Herstellung, Sorten und raffinierte Rezeptideen

​Honig zählt zu den beliebtesten Süßungsmitteln und erlaubt unzählige Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Im Folgenden haben wir vom MAGGI Kochstudio viele interessante Fakten und Honig-Rezepte für dich zusammengetragen.

Herstellung von Honig un​d dessen Gewinnung durch den Imker

Honig ist ein naturbelassenes Lebensmittel, das von Bienen im Rahmen von Stoffwechselprozessen produziert wird. Als Grundlagen dienen den Insekten Blütennektar und Honigtau. Durch die Anreicherung mit körpereigenen Stoffen, vor allem im Speichel enthaltenen Enzymen, stellen die Bienen eine Substanz her, mit denen sie die Waben im Bienenstock auskleiden. Im Zuge der Reifung in den Waben verliert der Honig an Wasser und nimmt seine charakteristisch klebrige Konsistenz an. Ein Wassergehalt von maximal zwanzig Prozent ist nicht nur ein wichtiges Qualitätsmerkmal, sondern gewährleistet auch die Haltbarkeit von Honig. Weist er einen höheren Anteil an Wasser auf, kommt es zu Gärungsprozessen, die ihn ungenießbar machen. 

Für die Gewinnung des Honigs ist der Imker verantwortlich. Die Waben, die damit gefüllt sind, befinden sich in Rahmen, die der Imker aus dem Bienenstock herauszieht. Damit der Honig aus den Waben geschleudert werden kann, muss die Wachsschicht entfernt werden. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist eine Umgebungstemperatur, die jener des Bienenstockes gleicht, also bei rund 35° C liegt. Da es sich bei Honig um ein reines und unverfälschtes Naturprodukt handelt, ist gesetzlich vorgeschrieben, dass ihm in keinem Schritt des Produktionsprozesses Substanzen entzogen oder hinzugefügt werden dürfen. 

Honigsorten ​und deren Herkunft

Abhängig davon, ob die Bienen Honigtau oder Blütennektar gewinnen, produzieren sie unterschiedliche Honigsorten. Honigtau bildet die Grundlage von Waldhonig oder Tannenhonig. An den Unterseiten von Tannen oder Fichten sammeln die Bienen die Verdauungsprodukte von Läusen, die sich von den Pflanzensäften dieser Waldbäume ernähren. 

Für die Herstellung von Honig sortenreiner Varianten verarbeiten die Bienen Blütennektar verschiedener Pflanzenarten zu Blütenhonig. Als Quelle dient den Bienen der Nektar von Obstbäumen, Linden, Heiden, Raps oder Löwenzahn. Honigprodukte, die die Bezeichnung "sortenrein" tragen dürfen, müssen zu sechzig bis achtzig Prozent aus einer blütensteten Nektarquelle bestehen. Eine solche wird in der Fachsprache als "Tracht" bezeichnet und bringt reine Honigsorten wie Akazienhonig, Lindenhonig, Rapshonig, Edelkastanienhonig oder Manuka-Honig hervor. Alleine in Deutschland werden von Imkern über vierzig Sortenhonige gewonnen. Die Reinheit der Honigsorten kann gezielt gesteuert werden, da die Insekten sich auf ihren Flügen nur in einem Radius von wenigen Kilometern bewegen. Ist der Bienenstock beispielsweise von Rapsfeldern umgeben, sind diese mit größter Wahrscheinlichkeit die Tracht.

Da der Honigbedarf der deutschen Bevölkerung durch die Arbeit der deutschen Berufs- und Hobbyimker nicht gedeckt werden kann, sind viele Produkte Importware aus bis zu siebzig Ländern weltweit. Diese sind an der Bezeichnung "Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EU-Ländern" erkennbar. Wer auf deutschen Ursprung Wert legt, achtet auf das eingetragene Warenzeichen "Echter Deutscher Honig" auf den Gläsern.

Wissenswertes zu Nährwerten und Haltbarkeit von Honig


Der hohe Gehalt an Zucker und die Enzyme entfalten eine konservierende Wirkung und gewährleisten die hohe Haltbarkeit von Honig. Bei trockener und lichtgeschützter Lagerung kann dieses Lebensmittel noch nach Jahren verzehrt werden.

Viele Menschen stellen sich berechtigterweise die Fragen "Ist Honig vegan?" und "Ist Honig gesund?". Da er den Bienen im Winter als Futterquelle dient und durch deren körpereigene Enzyme angereichert wird, ist Honig nicht vegan. Menschen, die eine rein pflanzliche Lebensweise pflegen, empfinden das Entnehmen des Bienenfutters als unethisch. Da sie auch die Haltung der Insekten als unnatürlich ansehen, ist Honig als nicht vegan anzusehen. ​

Tipps zur richtigen Verarbeitung und kreative Honig-Rezepte


Das "süße Gold" eignet sich nicht nur zum Süßen von Getränken und als Brotaufstrich, sondern findet auch beim Backen und Kochen vielfältige Verwendung. Dank des hohen Fruchtzuckeranteils besitzt es eine höhere Süßkraft als Zucker und bewirkt beim Backen eine Braunfärbung des Teiges. 

Ob für die Zubereitung von Desserts, Salatmarinaden oder Fleisch- und Fischgerichten - Honig-Rezepte begeistern durch eine aromatisch-dezente Süße. Fleisch sollte stets nach dem Bratvorgang damit bestrichen werden, um die Entwicklung bitterer Geschmacknoten zu vermeiden.

Hast du Lust bekommen, mit der fruchtigen Süße raffiniert-pikante Gerichte zu verfeinern? Der Teryaki-Lachs mit Gemüse gilt als Klassiker der japanischen Küche. Mit dem Avocado-Papaya-Salat mit Honig-Dressing aus unserem MAGGI Kochstudio bereitest du im Handumdrehen eine sommerlich-exotische Köstlichkeit mit Garnelen zu. Du möchtest abwechslungsreiche vegetarische Honig-Rezepte probieren? Auch geschmorte Feigen mit Ziegenfrischkäse begeistern mit einer pikanten Süße und sommerlich-fruchtiger Leichtigkeit. Ein warmer Genuss mit exotischen Anleihen sind Zucchini-Nusspuffer mit Honig-Senfsauce und Granatapfel. Fleischliebhaber, die das feine Honigaroma lieben, finden in unserem Kräuter-Schweinebraten und dem Rosmarin-Schweinebraten mit Akazienhonig-Glasur zwei kreative Honig-Rezepte für herzhaften Genuss.

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