Maggi Kochwissen Chilischote

Chilischote

Die Chilischote ist ursprünglich in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Sie wurde bereits lange vor der Zeit der Mayas angebaut und verzehrt. Die Chilipflanze ist somit eines der ältesten Lebensmittel Amerikas.

Welche Chilischoten gibt es?

Die Chilipflanze gehört zur Pflanzengattung der Paprika-Gewächse. Mittlerweile ist sie in vielen verschiedenen Sorten erhältlich. Sie variiert in Größe, Farbe, Form, Geschmack und besonders im Schärfegrad. Die Farbvielfalt kann sich dabei von den klassischen Varianten in grün, gelb, orange und rot über schokobraun, schwarz, purpur und lila bis hin zu einer vollkommen weißen Chilischote erstrecken.

Die Schärfe der Chilischote

Capsaicin – dieser Bestandteil findet sich in mehr oder weniger allen Züchtungen der scharfen Schote und ist für den Schärfegrad der Chilipflanze verantwortlich. Je nach Capsaicin-Gehalt in der Züchtung variiert die Schärfe der Chilischote, die in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen wird.
Die Scoville-Einheiten erstrecken sich auf einer Scala von 0 bis mehr als 500.000 Einheiten.

• 0 – 10 Einheiten entsprechen einer normalen Gemüsepaprika, die nicht scharf ist

• 1.000 – 2.500 Einheiten entsprechen in etwa einer Tabasco-Sauce

• 2.500 – 5.000 Einheiten bezeichnen bereits eine scharfe Chilischote, wie etwa eine dicke Cayenne-Schote

• über 500.000 Einheiten entsprechen einer Chili, die so scharf ist, dass sie nur von sehr wenigen Menschen gegessen werden kann (hier ist Vorsicht geboten!)

Was hilft gegen zu scharfes Essen?

Das scheinbar verbreitetste Hilfsmittel, viel Wasser zu trinken, ist ein Mythos. Wasser trinken hilft bei übermäßiger Schärfe nicht! Fett, Stärke und Zucker sollen hingegen dabei unterstützen, die Schärfe der Chilischote abzumildern. Milchprodukte oder Toastbrot helfen somit bei zu scharfem Essen. Deshalb werden auch bei Chili-Wettbewerben Milchprodukte gereicht, die die Schärfe neutralisieren. Eine sehr scharfe Chilipflanze ist zum Beispiel die Habanero​, die den Gerichten eine besonders feurige Note verleiht.

Tipps – So verarbeitest Du die Chilischote

Zum Verarbeiten der Chili sollten unbedingt Küchenhandschuhe getragen und besonders darauf geachtet werden, dass Haut- und vor allem Augenkontakt vermieden werden. Die Schärfe der Chili ist nämlich selbst nach gründlichem Händewaschen noch auf der Haut zu spüren. Gehe zudem mit der Dosierung der Chili im Gericht zunächst etwas vorsichtig um. Ist das Essen zu scharf, lässt sich diese Chilischärfe nur schwer wieder abmildern.

Eine g​​enaue Anleitung, wie du frische Chilischoten vorbereitest findest du hier​.​​​

Lieblings-Chilis einfach selbst züchten

Chilis kannst du einfach selbst züchten. Dazu brauchst du nur einen Topf Erde, ein schattiges Plätzchen und eine Schote deiner Lieblingssorte. Die Samen einfach mit dem Finger eindrücken, mit Erde bedecken und mit Wasser befeuchten. Wenn du den Topf jetzt mit etwas Frischhaltefolie abdeckst, hast du gleichmäßige Wachstumsbedingungen. Schon nach ein bis zwei Wochen sprießt die neue Pflanze und vielleicht schon bald deine ersten selbstgezüchteten Chilis.

Feurige Rezepte mit Chili

Das wohl beliebteste und bekannteste Rezept mit Chili ist das Chili con Carne. Hierfür können nach Belieben verschiedene Chilis verwendet werden. Auch die Rezepte aus dem MAGGI Kochstudio für das leckere vegetarische Reisgericht Gemüse Djuvec-Art sowie die feurigen Spaghetti sind eine köstliche Abwechslung zum bekannten Klassiker. Wenn du jedoch nicht auf das leckere Chili con Carne verzichten möchtest, dann probiere doch mal unsere extra scharfe Variante Chili con Carne mit Habaneros, oder das Black Bean Chili Chicken​!

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